MaMas Geburtstag.
Die Familie ist selten so still wie ich sie gerne hätte. Nebenbei quält mich der Gedanke, dass morgen erstens die Schule wieder losgeht, das wir zweitens unsere grandiose Geschichtsklausur zurück überreicht bekommen, ich drittens morgen bis viertel vor 6 in der Schule verweilen darf und mir viertens zu allem Überfluss der Rücken immer noch so weh tut, als würde ich einen 9Monate-Schwangerschaftbauch vor mir rumschaukeln. Es ist zum Heulen.
Aus Frust darüber, dass ich morgen wieder um 06:15 Uhr aufstehen darf, habe ich heute erstmal schön viele ungesunde Sachen gegessen. Kann ja nicht angehen, dass ich morgen auch noch glänzend aussehe, obwohl ich mich mal so gar nicht danach fühle. Im Großen und Ganzen ist aber alles in bester, nicht so guter Ordnung.
Freitag ordentlich mit der Großen gezofft. Eigentlich habe ich nicht den Hauch einer Ahnung warum. Manchmal habe ich ein wirklich schlechtes Gewissen. Weil ich sie manchmal absolut nicht besonders leiden kann. Dann geht mir schon das kleinste Bisschen Irgendetwas so sehr auf die Nerven, dass mein Inneres Stimmungsbarometer in die Minusgrade fällt. Und dann....denke ich wieder, dass sie meine Schwester ist und ich nicht anders kann, als sie zu mögen. Es ist schwierig. Mit uns beiden. Sie ist kompliziert, ich bin kompliziert. Wir beide sind komische, psychisch labile Nervenwracks. Zumindest manchmal. Streit ist da notwendig. Wir müssen ja beide unseren Kopf durchsetzen. Ob das normal ist, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass es eigentlich nie weiter schlimm war. Bis zum Zeitpunkt X war das ok. Und nun? Krisenzeiten...Fortsetzung folgt.
Offenbar ist sowas wie Freundschaft doch noch drin. In der Realität meine ich. Ich weiß immer noch nicht genau, wie ich das genau einordnen soll. Manchmal ist es sehr leicht das - was auch immer- einfach so zu akzeptieren und manchmal bin ich vom Schleppen und Ziehen und Langatmigsein einfach etwas müde und entnervt. Aber Reden hilft. Ich will mich über den glücklichen Umstand, dass es meistens etwas zu reden gibt, nicht beschweren.
Gestern im CentrO gewesen auf der Jagd nach der perfekten Jeans. Ergebnis: Keine gefunden. Dafür aber sehr viele Nachwuchsprostituierte, zukünftige Playboyhasen und baldige Berufsrapper. Außerdem an einem oben ohne posierenden Beachboy vorbeigelaufen wegen der Eröffnung des Hollister-Stores. Der Laden sieht von außen ein bisschen nach Puff aus, von innen einfach sehr schummrig. Der Beachboy ist, ob beabsichtigt oder nicht, ein echtes Highlight. Finde ich jetzt. Sonst war es einfach sehr sehr sehr SEHR voll. Besonders aufgefallen sind die vielen kleinen oder nicht so kleinen Holländer, wie sie mit ihrer niedlichen Sprache an jeder Ecke rumstanden. Ist euch mal aufgefallen, dass Flämisch jede Hetztirade in eine Beschreibung von watteweichen, rosaroten Plüschbären verwandelt? Ich finde das so unglaublich süß. Ich hoffe nicht, dass ich diese Sprache bald erlernen muss. Trotz des unglaublichsüß-Effektes. Aber das wird sich wohl alles in der nächsten Woche entscheiden.
Ich habe absolut gar keine Lust auf die Schule. Die Ferien waren so schön entspannend, dass ich meine innere Gelassenheit und Ruhe ungerne für Biogelerne und Schulstress aufs Spiel setzen möchte. Aber da so gut wie alles eine Sacher der Einstellung ist, versuche ich einfach positiv zu denken und mir nichts allzu Rabenschwarzes auszumalen. Vielleicht passiert ja das Unfassbare und alles ist urplötzlicherweise kinderleicht. Schade, dass das SO wohl nicht passieren wird, hach.
Dieses Jahr wird gut. Beschließe ich jetzt gerade mal so. Nicht nur, weil ich ein wirklich gutes Gefühl habe, vor allem, weil ich ein ähnlich turbulentes Jahr wie das letzte glaube ich einfach nicht schaffen würde. So schön es zwischenzeitlich auch war, nochmal soviel Verwirrung und Streit und (meine) Welt Bewegendes, das würde mich ein bisschen um den Verstand bringen. Um meine geistige und seelische Konstitution also nicht vollkommen zu zerstören, versuche ich diese Jahr einfach von vornherein in die richtige Richtung zu lenken. Es ist ja noch ein ganz junges, unerfahrenes Jahr, da kann ein bisschen Hilfe nicht schaden.
Ein Frage, die mich noch beschäftigt: Wo zur Hölle ist meine verfluchtes Biobuch?
Au revoir mes amis..
" It's okay, I'm fine. In fact, I'm fabulous."
Sonntag, 9. Januar 2011
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