Die Zeit vergeht.
Mathe ist gelernt.
Und ich weiß nicht was ich machen soll.
Generell meine ich. Ich bin irgendwie etwas planlos im Moment. Weihnachten steht vor der Tür und ich bin nicht sicher wie ich den ganzen Familienwahnsinn so verkraften werde. Es ist anstrengend. Die ganze gute Laune. Das viele Essen. Kuchen. Dauerquatschen. Streitigkeiten. Wie das halt so ist, wenn man eine große Familie hat. Manchmal geht mir das wirkliche auf den Keks. Weil das erzwungene Dauerlächeln bei mir immer mehr wie eine blöde Grimasse aussieht und ich im vorspielen sowieso nie so gut bin. Der Weihnachtseinkaufsstress. Die vielen Menschen überall. Das omnipräsente " Oh mein Gott bald ist Weihnachten"
Und dann gibt es Momente, die mich für das ganze Durcheinander entschädigen. Wenn meine Oma mal wieder weint, weil sie vom alljährlichen Weihnachtslied gerührt ist. Wenn die Zwillinge voller Vorfreude ihre Geschenke bestaunen und sich trotzdem nicht trauen ein Gedicht aufzusagen. Wenn ich meine Tante in den Arm nehme und weiß, dass wir uns zwar selten sehen, ich aber mit jedem kleinen oder großen Problem zu ihr kommen kann. Ich versuche meistens nicht zu zeigen, dass ich das Familienweihnachtsdrama unserer Familie eigentlich nicht missen möchte. Es ist Weihnachten. Da kommen selbst bei mir mal liebliche Gefühle auf.
Dana war heute sehr erschrocken das Hintergrundbild meines pinken Handys zu erblicken. Ich bin wohl wirklich zu sehr Mädchen gerade. Und ich muss gestehen ich fühle mich damit so unglaublich wohl, dass ich gar nicht anders kann, als das zu bleiben. Es hat durchaus Vorteile. Es ist unbeschwert, es ist leicht und ganz nebenbei in wunderprächtigen, hellen Farben illustriert. Mal ganz abgesehen von diesem Freigefühl, dass einen Tag gleich zu Beginn schon viel sonniger macht, kann man sich ohne Scham mehrere Stunden über irgendwelches Unwichtiges Zeugs unterhalten.
Ok. Ein bisschen übertreibe ich schon. Kennt man ja schon. Aber ich finde, so ein bisschen Kitsch, und der ist nunmal den weiblichen, schwachen Wesen zugedacht, ist absolut legitim und unbedingt erlaubt. Kitsch ist einfach, weil es auffällig ist. Kitsch schmückt und Kitsch zeigt manchmal einfach nochmal, wie gut und unglaublich die Welt ist. Manchmal.
Ich habe mit Dana gar nicht die Wette zur Durchführung gebracht. Weil ich meinen Mund aber sowieso nie halten kann ( was ich heute heftig bestritten haben!!!), da es ja nunmal so ist und wir das ja auch alle wissen, werde ich ihr morgen einfach so einen Keks mitbringen. Aus Prinzip. ( Und weil sie so oder so gewonnen hätte)
Und dann kommt es mir in den Sinn, dass es schön ist, dass man nichts mehr sagen muss. Dass einige Dinge von vornherein klar sind, weil das Freundschaft ist und man einiges schon weiß. Und wenn dann etwas Neues dazukommt, etwas Unbekanntes, dann lernt man es kennen und weiß, dass es sich mit der Zeit in etwas Gewohntes verwandeln wird. Jemand, etwas in- und auswendig kennen, das muss man gar nicht. Das geht denke ich gar nicht. Es ist nur gut zu wissen, dass es da Menschen gibt, die manchmal genau wissen, was du sagen wirst oder was du tun wirst, und es dich trotzdem tun lassen. Weil sie dich kennen und lieben und wissen, dass das zu dir gehört.
Ich freue mich auf vier Stunden Unterricht inlusive 2 Stunden Klausur. Aber da ich ein Mädchen bin, wird morgen ein guter Tag. Und ja.....in irgendeiner komischen verdrehten Realität ergibt der vorausgegangene Satz sicher Sinn.
Au revoir mes amis...
" Falling down ain’t falling down if you don’t cry when you hit the floor. "
Dienstag, 21. Dezember 2010
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...und morgen Früh wirst du doch sicherlich NICHT den wunderschönen Gottesdienst schwänzen. Ich bitte dich! Wir beide, die wir das Böse hier auf der Erde einzig und allein zu representieren scheinen, wir müssen doch verdammt noch mal zusammen halten. Bitte lass mich im Gottesdienst nicht hängen! =)
AntwortenLöschenHab dich lieb!