Donnerstag, 25. November 2010

Unerkannt

Seichte Musik.
Nichts Schweres, nichts Aufregendes.
Leichte Stille.

Durch den halben Raum. Kein einziges Wort. Nicht ganz. Aber nichts von Bedeutung. Plötzlicher Einbruch. Wieder...Rückschritte. Ist diese neuerliche Wortfaulheit und Gesprächsleere einfach logische Konsequenz? Musste das irgendwie kommen? Weil der getroffene Entschluss eben genau das war..? Getroffen und verabschiedet.
Eigentlich macht es mich müde darüber nachzudenken. Wenn es so ist, ist es so. Kann ich daran großartig was ändern? Von der andere Seite betrachtet, es könnte einfach fehlende Gelegenheit sein. Diese seltsame Unlust und Unmotivation. Letztendlich auch einfach Zufall. Ich weiß gar nicht warum mir das plötzlich auffällt. Ich weiß nur, dass es mir auffällt. Wahrscheinlich liegt es an der Gewohnheit. Die alte Kuh macht es einem wirklich schwer. Es fällt so leicht sich an irgendetwas zu gewöhnen, es als selbstverständlich anzusehen. Ich musste mich gerade mal wieder daran erinnern, dass ich ja manchmal auch etwas mundfaul bin. Wahrscheinlich ist alles wieder halb so wild und die Dramaqueen meldet sich bloß mal kurz.
Eine Frage, die es sich nicht lohnt zu stellen, die ich aber trotzdem an dieser Stelle platzieren möchte: Warum mache ich mir über verhältnismäßig unsinnigen Quatsch immer Riesengedanken?
Müht euch nicht, die Antwort weiß ich schon...weil mein Kopf nunmal so funktioniert. Punkt. Schluss. Ende.

Ich freue mich heute schon auf ein ruhiges Wochenende. Auf ein großes Nichts an Aufgaben. Keine Party, kein dringliches Problem. Ich habe also frei. Und keine Ahnung, was ich mit soviel Zeit anfangen soll. Ein Glück. Pläne kann ich in letzter Zeit mal so gar nicht ab...Kleiner Scherz am Rande. Ich werde schon irgendwas finden mich fein abzulenken.

Mir fiel heute so auf...ich mag Kinder ja schon irgendwie. Ich mecker bloß immer vom Gegenteil. Aber wenn sie mich mit großen, bunten Augen, die diesen Glanz der ungetrübten Freude haben, anschauen und sich aus lauter Schüchternheit die Hände vors Gesicht halten...sowas erobert mein Herz im Sturm. Die kleinen Menschen, unfertig und unbeschwert, die unpassenderweise fast immer die Wahrheit sagen, die kippeln und laut sind, lärmig und nervig. Was soll ich sagen? Ich bin auch nur ein Mädchen, und das in letzter Zeit sehr viel mehr als sonst. Sowas geht nicht spurlos an mir vorüber. Ich werde einfach weich. Erschreckend oder?! Nächstens offenbare ich dann auch noch, dass ich gerne irgendwann mal in weiß heiraten möchte und mir nichts Schöneres als ein Reihenhaus im Grünen vorstellen kann. Soweit kommts noch...Wenn ich jetzt ganz dezent sage, dass ich alle Menschen hasse, wirkt das nicht mehr so oder? Ach verdammt...

Ich bin so eigenartig zufrieden heute. Mit mir und der Welt im Reinen. Schön, wie das ist und sich anfühlt. Vielleicht ist dieses "Alles wird gut" nicht als Zustand gemeint. Vielleicht sagt es einfach nur, dass manchmal, für einen Tag, eine Stunde oder einen Moment alles passt und alles gut ist. Dass dann irgendwann irgendwie nichts mehr gut WERDEN muss. Weil es das schon ist. Utopie...und Optimismus.

Au revoir mes amis..

" We're in the rain still searching for the sun."

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