Siehste.
Klappt doch.
Diesen Satz höre ich so oft in der letzten Zeit. Keine Ahnung was mir das sagen soll. Ist das ein Aufruf optimistischer zu sein oder einfach ein bisschen mehr Vertrauen in einige Dinge zu haben? Ich weiß es nicht. Ich fühle mich ein wenig beschämt wenn ich das höre. Ich finde nur übersteigerte Vorstellungen nicht so super. Ich begnüge mich mit vielleicht-Gedanken. Und manchmal mit ein wenig mehr.
Ich muss euch von meinem Traum erzählen. War verrückt. Mein Onkel war todkrank. Wirklich wirklich todkrank. Ich saß an seinem Bett und habe geweint und mich unglaublich schlecht gefühlt. Und plötzlich saß ich in einem Auto und eine bestimmte Person hat meine Hand genommen und gesagt " Alles wird gut." . Ich habe es geglaubt und nicht mehr geweint. Natürlich habe ich es geglaubt. Ich wusste ja, dass alles gut wird. Es war ganz einfach mir alle Sorgen nehmen zu lassen. Von diesem Menschen.
Ich weiß nicht, was das heißen soll. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Es macht es nicht unbedingt einfacher. Nicht darüber nachzudenken. Bewusst ist mir schon, dass da Gefühle hochkommen, die ich händeringend zu ignorieren versuche. Wie man sieht klappt es nicht. Das ganz und komplett aus meinen Gedanken zu verbannen. Was ist besser? Wenn ich stundenlang nachgrüble und nach Lösungen suche oder wenn ich einfach weiter ignoriere und die Träume einfach nicht zu ernst nehme? Was ist da die bessere Entscheidung? Das kleinere Übel?
Vielleicht steht hinterher auch die Erfahrung hinter mir, klopft mir aufmunternd auf die Schulter und sagt " Siehste. Klappt doch". Vielleicht lasse ich aber auch nur los. Und Loslassen ist weder Gewinn noch Verlust. Ich schätze die Erinnerungen, und ich komme drüber hinweg und mache weiter. Ich akzeptiere und lerne und erfahre. Es ist die Erkenntnis, dass das Herz sich auch ändert. Da ist nicht Trauriges dabei. Auch nichts Verbittertes. Es ist der Lauf der Dinge. Die Erde dreht sich weiter und ich bin sicher, dass wir zwar stehen bleiben können, aber wozu das Ganze? Zusehen wie alles vorbeizieht und eine Weile Pause machen, vom Leben und von Verantwortung, das ist ok und manchmal braucht man das. Nur ewig geht das nicht. Warum, keine Ahnung, wahrscheinlich einfach, weil man da unterschiedet, dass Veränderung das Gute ist und Stillstand eben nicht. Es ist schwarz-weiß-Denken. Auch das ist manchmal notwendig, um das Verwinkelste zumindest einzuordnen.
Ich habe es AnKa erzählt. Das hat geholfen. Ich nehme mir nichts vor. Dinge passieren. Ich lasse sie.
Au revoir mes amis..
" And when we end our conversations, are you left with words unspoken too?"
Dienstag, 5. Oktober 2010
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irgendjemand sagte mir mal, dass es vielleicht sinnvoll wäre, tagsüber die gedanken irgendwie beiseite zu schieben, weil man daran auf kurz oder lang nur kaputt geht. und im schlaf durch träumen usw das ganze dann zu verarbeiten. ich fands damals etwas seltsam, aber ihm gehts im vergleich zu damals viel besser, also scheint es vielleicht geholfen zu haben...hab dich lieb
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