Samstag, 25. September 2010

Highlighted

Konfus.
Überfordernd.
Absolut genial.

Ich bin gerade von der riesiggrandiosen Bremen-Primark-Shopping-Tour mit der Besten, dem Rotschopf und dem Affenmeister reingeschneit. Dieser Laden ist ein einziger Wühltisch. Es war ein kostspieliges, verdrehtes, absurdes Vergnügen. Denkwürdig sollte ich vielleicht hinzufügen. Ich bin um einige Stoffgeflechte und Klimperarmbänder reicher. Und um 3 Bücher. Als Gegengewicht..
Durch die Bremer Altstadt gelaufen. Der Rotschopf hat alles - und wenn ich alles sage, ich meine wirklich alles - fotografisch festgehalten. Die Bremer Stadmusikanten, die Kirche, die Brunnen, den See, AnKas und meine blöden Grimassen, einfach alles annähernd Wichtige geknipst. Auch das Unvergängliche. Der Tag war erleuchtet von einigen Highlights:
Nr.1: lauthals Herbert Grönemeyers "Flugzeuge im Bauch" mitgesungen. Im Auto.
Nr.2: Auf dem Parkplatz über Clownfische philosophiert.
Nr.3: Der Shantychor.
Nr.4: Eine Grundsatzdiskussion über Glauben geführt. Bei McDonalds.
Nr.5: Die Laterne.
Nr.6: Die Fototour. Und die Ergebnisse.
Nr.7: Der Kloföhn.

Ich bin immer noch leicht geflasht und überfodert von dieser Vielfalt an Eindrücken, die wir heute gesammelt haben. Ich habe festgestellt...Diese Menschenkombination, Tagesausflüge und Shoppingtouren sind voll mein Ding. Es hat so unglaublichen Spaß gemacht. Alle melancholischen Gedanken weggefegt. Obwohl die ja eher die Ausnahme sind im Moment. Soviel gelacht habe ich wirklich lange lange nicht mehr. Ich glaube, ich hoffe den Anderen ging das ähnlich. Das ist einer Wiederholung würdig. Ausrufezeichen!

Und wenn man mal bedenkt wie leicht es ist einfach zufrieden zu sein, da wundere ich mich warum es zeitweilig einfach so schwer fällt es einfach zu machen. Da klammert man sich an das winzigste bisschen Problematik. Und merkt manchmal gar nicht, dass es im Grunde keine Problematik mehr gibt. Zumindest ist das meine Erfahrung mit solcherlei Dingen. Sie haben die Angewohnheit hinterher immer sehr klar vor Augen zu stehen und zwar als das, was sie wirklich sind: Schall und Rauch. Nicht der Rede wert. Nichts, über dass es sich Nachzudenken lohnt.
Es gibt natürlich auch Probleme, die wirklich und real sind. Die weder Schall noch Rauch sind, sondern Substanz und Dimension haben. Das ist ganz klar etwas anderes. Und ich unterscheide hier, weil mir in der letzten Zeit häufiger die Komplikationen erster Sorte über den Weg gelaufen sind. Inzwischen glaube ich, dass das gar nicht so dämlich ist wie es klingt. Dass einige Menschen, und da gehöre ich dazu, sich die meisten Probleme selbst machen. Es ist nicht so selbstzerstörerisch wie es sich anhört. Das Problem, das man sich dann und wann mal einredet und zusammen fantasiert lässt sich beim genauen Hinsehen meist relativ schnell lösen. Mit ein bisschen Anstrengung lässt sich das wohl oder übel wieder gerade biegen. Vorrausgesetzt der Wille besteht. Wenn das also so ist löst sich auch Kopfchaos meistens mit ein bisschen gutem Zureden wieder. Jetzt meine Theorie.
Man macht sich Probleme, oder anders man sucht sie verzweifelt, damit man sie lösen kann. Um sich selbst zu beweisen, dass man das kann. Dass man verlorene Kontrolle wieder zurückerobern kann. Bei solcherlei Dingen ist das leicht. Also ist es nicht unmöglich, dass es bei verzwickten, echten, panikerregend schlimmen Dingen auch funktionieren könnte. Dass die Möglichkeit besteht auch reale Krisensituationen zu meistern. Ich meine, dass es sowas wie ein Testlauf ist. Der Kopf macht die Belastungsprobe. Wie viel ist möglich und erträglich? Wie viel ist lösbar? Wie viel Problem ist für einen einzigen Menschen zumutbar?
Eigentlich ist es nichts weiter als simulierter Ernstfall. Natürlich... es fühlt sich an wie der Ernstfall. Es sieht auch genauso aus wie ein Ernstfall. Auch hier mein subjektiver Eindruck: Man merkt es. Es gibt einen bestimmten Zeitpunkt bei diesen Dingen, an dem man für einen winzigen Augenblick versteht, dass es nichts ist, das ganze los lässt und sich gleich ins nächste Gedankengeflecht stürzt. So ungefähr.

Und dann gibt es diese Episoden und man ist nicht abgelenkt von Versuchsproblemen. Und man sieht, dass es reale Probleme gibt. Die man vorher noch nicht so gesehen hatte. Oder denen man noch nicht soviel Bedeutung beigemessen hat. Probleme, die sich schleichend und langsam entwickelt haben. Wenn man den Blick mal frei hat und sich umgeben sieht von dieser Wand aus echter Schwierigkeit bemerkt man auch den Unterschied. Die Realität trifft sehr viel härter. Und ist schwerer zu tragen. Man spürt das Gewicht. Omnipräsenz und Schwere zeichnet Die Wirklichkeit vor allem aus.

Wie bin ich darauf wieder gekommen?
Achja...Es gibt da noch was. Sobald man das wahre Problem enthüllt hat begibt man sich auf die Suche nach einer Lösung. Nach der passenden Lösung. Win-Win-Prinzip. Und ich habe mich mich gerade mal aufgemacht das einzige reelle momentan bestehende Problem zu lösen. Oder es zumindest zu versuchen. Zuerst mal für mich. Ich weiß nicht, ob es da wirklich eine Chance gibt das auf die Reihe zu kriegen. Vielleicht ist das eine utopische Vorstellung. Weil es ganz vielleicht ein einseitiges Problem ist. Mein Problem.

Der Tag war genial. Und die Ausbeute ist durchaus ebenbürtig. Ein großes Dankeschön an die Beste...an den Rotschopf und natürlich an den Affenmeister. Für die tolle Gesellschaft.

Au revoir mes amis..

" It’s impossible.” said pride.
“It’s risky.” said experience.
“It’s pointless.” said reason.
“Give it a try.” whispered the heart. "

2 Kommentare:

  1. Hey du musst rechts den Punkt abhaken!! Du warst im Primark!
    liebe

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  2. Ich fand den Tag auch schön mit euch 3en! Juhuuu! nochmal!

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