Das Fräulein hat gerade erfolgreich eine vollwertige Mahlzeit für sich und die zahlreichen ungeborenen Babys gekocht, ganz ohne sich beziehungsweise die Küche anzuzünden. Und während ich so vor mich hin mampfe und vor Stolz fast platze, verdränge ich glücklich die Tatsache, dass Backofenpommes vielleicht nicht wirklich gesund sind.
Der Tag war ein bisschen anstrengend, aber im Grunde hat das nicht wirklich gestört. Erstaunlicherweise macht es grad gar nichts aus, dass Gruppenarbeit heute erstens bloß Partnerarbeit war und mein Partner zweitens seine Zeit damit verbrachte einen Mensch mit Hamburgerkopf zu malen. Oder dass 90 Minuten Woyzeck lesen zu Tode langweilig war, aber die Gesellschaft gut und es das wieder rausgerissen hat. Wenn man mal von dem Stammbaum absieht. Polygamie ist in Deutschland gesetzlich verboten. Ausrufezeichen!
Ein unerklärlicher erklärbarer Schwindel hat heute zeitweise meinen Kopf ergriffen. Bespielsweise heute morgen. Es fühlte sich an als würde die Erde eine Winzigkeit beben. Aber mir wurde versichert, dass dieser Schwindel wirklich nur in meinem Kopf statt fand. Sehr beruhigend wie ich finde. Allerdings machte er es mir teilweise unmöglich mich auf die unglaubliche, historisch relevante Dokumentation zu konzentrieren. Ist es die Überlegung wert für einen Montag um 10 Uhr den Geschichtskurs zu wechseln? Gute Frage.
Die kleine nette Literaturfrau erfreute uns heute drei Stunden lang mit einem wunderschönen Schwarzweißfilm. Die Physiker. Ein deutscher Film. Um nicht zu sagen ein URdeutscher Film. Zum Mitschreiben gezwungen worden. Es ist schlimm, so langsam artet das echt in Arbeit aus. Die gute Frau erwartet höchste Konzentration. Dana hat sich zwischenzeitlich die Spitzen geschnitten. Eine Rolle bekommen. Ich werde nächstens Missionarin auf den Marianen. Obwohl es laut dem vorlauten Inspektor ja nur ungefähr 5 Menschen da gibt. Ich unterstützte meine Anwort ("Immerhin fünf Leute, die ich missionieren kann!") mit drei bedeutungsschwangeren Pieksern in seine massigen Bauchmuskeln. Eine herzergreifende Geschichte über 5 Wochen und fehlende Seelenverwandtschaft gehört, innerlich in schallendes Gelächter ausgebrochen und mir schließlich anhören dürfen, wie ungebildet ich bin. Buhu. Hat mich wirklich hart getroffen.
Auf dem Rückweg ein paar Worte darüber verloren, was ich nicht verstehe. Übrigens eine ganze Menge. Wie gesagt, ungebildet und so. Keine Antwort gefunden, aber mittlerweile das Gefühl, dass das schon von selbst so laufen wird, wie es laufen soll, wenn man mich danach fragt. Genau so nämlich. Es wäre nicht rundum glücklich, es wäre nur wirklich schön. Dazu:
Ich kann es nicht lassen aus dem Fenster zu starren und komische Dinge zu denken. Während ich das heute also ein paar mal getan habe, dachte ich mir so, dass es so schwer nicht sein kann eine normale Ebene zu finden. Normal im Sinne von gewöhnlich. Im Sinne von irgendwann alles sagen, ohne die winzigste Winzigkeit auszulassen. Offenbar ist es das schon. Vielleicht, kam mir dann in den Sinn, vielleicht ist es das einfach nicht wert. Und mit das meinte ich mich.
Meine drei Buben und mein missionierender Ehegatte sind sportlern oder in der Abendschule, was Freiheit, ein Tässchen Tee, eine Tafel Schokolade und meine Lieblingsserie bedeuten. Ich werde mich also in mein Bett legen, Grey's Anatomy gucken und mich glücklich schätzen, dass ich mich gut fühle.
Au revoir mes amis...
" Easy to be sleazy when you've got a filthy mind
You stick to your yogurts
I'll stick to my apple pie"
Dienstag, 22. Februar 2011
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