Ein triumphierendes Aha! stürmte heute meine Gedanken.
Es ist Tag 5.
Alles geht seinen Gang. Den Nachmittag mit Grey's Anatomy und im Bett liegend verbracht. Ein bisschen Ruhe und Entspannung nachgeholt. Sofern das geht. Nur aufgestanden, um gewissen menschlichen Bedürfnissen nachzugehen oder eine neue Flasche Wasser neben mein Bett zu stellen. Mit wenig Natrium, schließlich lebt Madame gesund. Bis jetzt noch nicht wirklich Hunger gehabt. Mal sehen, vielleicht stellt sich das noch ein. Mittlerweile ist es vor meinem Fenster dunkel geworden und ich dachte ich teile der Welt mal mit, welch bahnbrechende Erkenntnis ich heute hatte.
Irgendwie lag ich so rum und es lief der Abspann irgendeiner tollen Episode, als mir auffiel das es immer das gleiche ist. Aktion- Reaktion. Dass ich da nicht schon früher drauf gekommen bin, wundert mich wirklich. Ich bin eine glühende Anhängerin dieser Theorie. Aber manchmal brauche selbst ich ein bisschen Zeit das Offensichtliche zu erkennen. Aktion- Reaktion und plötzlich ist es wieder in Ordnung. Eigentlich hätte ich drauf kommen können. Ich werde mich nicht beschweren, weil ich das in gewisser Weise nachvollziehen kann. Mit gewisser Weise meine ich zu einem winzig kleinen Teil. Ich will mich auch nicht beschweren, weil solche Dinge passieren. Einfach so. Und nur weil ich den Grund kenne, heißt das nicht, dass sich die Welt jetzt anders herum dreht und ich etwas dran ändern kann. Das einzige, was ich ein bisschen in der Hand habe, ist mein Gefühl im Bezug darauf. Klar, ich könnte mich schon drüber aufregen. Es könnte mir vollkommen egal sein. Ich könnte vor Wut schäumen und ich habe die großartige Möglichkeit genau das zu lassen. Bringt mir nichts. Macht mich nur sehr sehr müde. Das ist ein echter Fluch. Diese dauerhafte Müdigkeit. Und man kann das nicht abschalten. Ich habe vorhin mit Sicherheit drei Stunden geschlafen und ich bin immer noch müde.
Ich vermisse den Sommer. Die langen Tage und die Sonne. Ist mir jetzt erst wirklich klar geworden, dass Winter mal so überhaupt nicht meine Jahreszeit ist. Zu kalt, zu windig, zu dunkel. Zu viel von dem, dass mir den Tag versaut. Zuviel Unmut und sowas. Es ist einfach nicht meine Zeit. Aber der Frühling ist ja nicht mehr soweit. Und Ablenkung gibts ja schon am Wochenende. Morgen mal bei meiner Jutta-Oma rumschauen, ob sich seit Mittwoch irgendetwas großartig verändert hat. Ich nehme es nicht an. Das Schöne an meinen Großeltern ist, dass meistens Alles beim Alten ist. Nichts Aufregendes, nichts Unbekanntes, einfach Ruhe und Unmengen Tee und Liebe. Alte Menschen sind schon toll.
Ich kann mir viel besser vorstellen alt zu werden als noch jung zu bleiben. Ich frage mich, woran das liegt.
Sonntag.
Au revoir mes amis...
" Like rain on open skies
Don't know the reason why
But I'll always choose the black in front of white."
Donnerstag, 27. Januar 2011
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