Dienstag, 25. Januar 2011

Tag 3

Es gestaltet sich anders als gedacht.
Ich hatte mich schon heulend in einer Ecke sitzen sehen. So schlimm ist es dann gar nicht.
Ok. Ein klein wenig vermisse ich die Beste schon. Jetzt schon. Morgen wird noch mal eine Herausforderung: Matheunterricht. Und ich habe das Bild in meinem Kopf, wie ich aufstehe und dem Herren Professor das Mathebuch auf den Schädel knalle. Ich hoffe ich kann mich beherrschen.
Im Großen und Ganzen ist es zu ertragen. sind ja nur noch knappe 5 Tage.

Dreisterweise habe ich heute mal Literatur ausfallen lassen. Frau Blume wird das sicherlich nicht sonderlich gestört haben, schließlich hat die Gute uns nicht mehr lange am Hals. Es ist nur bedauerlich, dass ich mich nicht gebührend von ihr verabschieden konnte. Schade aber auch!
Die Schule sonst ist wie Schule nunmal immer ist: ermüdend, langweilig und ganz selten annähernd angenehm. Gestern beim Speedminton etwas unkoordiniert rumgezappelt, aber es war nicht so schlimm. Wenn man mal von neu entdeckten blauen Flecken absieht.
Hier geht auch alles seinen gewohnten Gang. Es kommt häufiger vor, dass ich mit meinem Vater Sport gucke, oder vielmehr er guckt und ich gebe unqualifizierte Kommentare von mir. Eigentlich ist das wirklich amüsant. Er rollt die Augen und ich bilde mich ein wenig, um dann später auch Sport studieren zu können. Schließlich muss ich ja eine Alternative zu Plan A ( zur Erinnerung: Paris Hiltons new BFF) haben. Also bin ich verantwortungsvoll und mache einen Plan B. Nur für den Fall.

Bald ist Valentinstag. Der Tag der Verliebten und schleimigen Rosenverschenker. Der Tag der freudestrahlenden Pärchen und Pralinenschachteln. Ich bin zutiefst ergriffen. Obwohl, nein eigentlich nicht. Ich werde mein kleines einsames Leben feiern. Sozusagen. Und nein, ich bedaure das nicht. Habe ich schonmal gehabt, das ganze Liebeskitschrosarotzeugs. Muss nicht unbedingt sein. Und ich finde einschließen und ein bisschen unvergeben sein ist gut. Es ist zumindest etwas, mit dem ich sehr gut leben kann.

Ich habe heute einen Abend frei. Nach drei Tagen Familie +1 darf ich mich heute mal ungeniert breit machen. Ich darf laut sein. Ich darf in Ruhe ein Buch lesen. Und ich muss nicht sagen, was genau grade mit mir los ist. Denn das ist eine Frage bei der ich jetzt im Moment nur sagen kann: Keine Ahnung. Und das sage ich mit viel Herz und aus voller Überzeugung. Grundtendenz gut. Ich langweile mich ein wenig ohne meine Privatunterhalterinnen. So zwischendurch. Ich bin müde, aber auch das nicht mehr als sonst. Kann es sein, dass ich einfach ein bisschen Aktion brauche? Ein bisschen Dramatik, Tragik, was auch immer. Oder Vitamin D. Denn seit meinem kleinen Ausflug nach draußen fühle ich mich besser. Als vorher. Frische Luft wirkt Wunder. Habe ich zumindest mal gehört.

Was ist verkehrt an Harmonie? Harmonie ist gut. Harmonie ist gelassen. Harmonie ist nicht anstrengend.

Ich werde mich jetzt bemühen meine gesamten Extremitäten beim Kochen zu behalten. Und dann werde ich mich unter meine Sterne schmeißen und den Tag mit Marzipaneis, Bildungsfernsehen und Gute-Nacht-Geschichte verabschieden.

Au revoir mes amis...

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