Eigentlich sollte ich im Sportunterricht beim Speedminton schwitzen. Aber durch eine glückliche Fügung des Schicksal darf ich heute einen freien Nachmittag verbuchen, da der liebe liebe Trainer Skifahren ist. Außerdem dachte ich mir ich bin mal so frei und mache CAE frei, weil ... ich 90 Minuten Verwirrung heute einfach nicht gepackt hätte.
Warum? Weil es Montag ist und sich Montage immer IMMER ein bisschen nach Autounfall anfühlen. Das ist die Gesetztmäßigkeit der Naturgewalt Montag.
Das Wochenende war aktiv und laut aufgrund spielender Zwillinge im Hintergrund. Ich durfte schwimmen und abends eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, wie man das als große Cousine halt so macht. Im Großen und Ganzen war es allerdings sehr entspannt. Der heutige Tag sollte mit 90 Minuten Geschichte beginnen, was selten wirklich schön ist und meistens einfach nur blödes Rumsitzen beinhaltet. Da ich aber die herzallerliebste Dana als Sitznachbarin habe, ist das dann auch halb so schlimm. Heute knappe 40 Minuten ein Schaubild gemalt und schließlich gehen dürfen. Ich habe mich noch nie so sehr darüber gefreut in Religion meine Facharbeit zu schreiben. 2 Freistunden mit komischen Sextests aus der Neon verbracht. Meine Liebe zur Bildzeitung entdeckt. Verhältnismäßig wenig geredet. Muss auch mal sein. Schließlich muss ich meine honigsüße Stimme schonen. 14,5 Punkte im Englischvokabeltest wiederbekommen. Irgendwie schaffe ich keine 15. Religion nicht wirklich mitbekommen. War aber auch nicht wichtig. Vermute ich mal.
Jetzt sitze ich hier, Kakao mit Sahne in der Hand, Grey's Anatomy im DvD-Player und dem guten Gefühl, dass heute ein guter Tag war. Ohne Sport, ohne Hektik. Das Leben ist schön.
Die annähernd frühlingshaften Temperaturen machen mich ein bisschen glücklich. Meine Hände laufen nicht ständig blau an und das ist doch ein echter Pluspunkt. Außerdem liegt noch ein schöner Abend mit der Besten und den Mädels vor mir, bevor die Spanierinnen ausreisen. Und in der nächsten Woche werde ich einfach ein bisschen still vor mich hinleiden und weinend in der Ecke sitzen bis auch diese 7 Tage ein Ende haben. Alles in allem bin ich in diesem Moment also rundum zufrieden und das kann auch gerne so bleiben. Ich bin gerne ein müdes, glückliches Mädchen.
Müde, weil ich komische irreale reale Träume träume. Und mich bestimmte Dinge einfach sehr müde machen.
Normalerweise ist ein Nein ein Nein und bleibt auch trotz hartnäckigster Versuche eben jenes: ein Nein. Aber tief in mir drinnen habe ich ein weiches Herz mit vielen, watteweichen, rosaroten Gefühlen. Und mein Widerstand bröckelt. Nur ein wenig, nur ein ganz klein bisschen. Die Frage ist die..darf ich es mir erlauben, meine kleine feine Mauer noch ein paar Risse bekommen zu lassen? Darf ich meinen Widerstand ein winziges Bisschen aufgeben? Ich bin mal dreist und möchte lösen: Nein. Darf ich nicht. Eigentlich will ich auch nicht. Weil ich weiß, wie das das letzte Mal geendet hat. Da war ich schließlich und endlich ein bisschen am Boden zerstört. Wahrscheinlich wäre es das märchenhafteste, wenn ich meine innere Stimme einfach blind überhöre. Vermutlich wäre es sogar das Einfachste. Weil nachgeben immer einfach ist. Es ist nicht so, dass ich schwanke. Ich möchte einfach nur nicht schreien müssen. Nicht schon wieder. Weil ich müde bin. Und dieses plötzliche wasauchimmer, das ist mir einfach zu anstrengend. Denn das Eine war es nicht. Und das Eine wird es nicht sein. Eigentlich ist das ganz einfach.
Ich werde mich jetzt bei Sternenlicht auf mein Bett legen und ein neues Buch anfangen. Und mich darüber freuen, dass das Leben manchmal einfach schön ist. Zur Abwechslung mal.
Au revoir mes amis...
" Half of my heart's got a real good imagination."
Montag, 17. Januar 2011
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