Dienstag, 14. Dezember 2010

Kissenschlacht

Widerlich süß.
Funkend.
Wirklich wunderlich.
Irgendetwas dazwischen.

Ein ruhiger Tag.
Die Lücke einmal mehr bemerkt. In Gruppen gearbeitet. Mich nicht wirklich wohl gefühlt. Was aber mehr an meinen Halsschmerzen gelegen hat als am Rest.
Das Loreley- Gedicht aus der Grundschule schwarz auf weiß bekommen. Mich gewundert, dass ich die ersten fünf Zeilen immer noch auswendig konnte. Ein bisschen in Kindheitserinnerungen geschwelgt. Und dann darüber gelacht, dass ich manchmal so unglaublich theatralisch bin.
Geschichte geschrieben. Das letzte bisschen Wissen über den Namensspender meines Gelsenkirchener Lieblingsstadtteils aus meinem Kopf geschrieben. Ein schlechtes, gutes Gefühl.
Den Nachmittag wie die Große im Bett verbracht. Bildungsfernsehen getankt. Nicht gestritten. Einen Strich auf der guten Seite gemacht. War mal wieder Zeit.
Mit der Besten ein bisschen gequatscht. War auch mal wieder nötig. Und hat gut getan.

Was mich aber eigentlich gerade beschäftigt ist etwas vollkommen anderes. Etwas weniger Offensichtliches, etwas sehr viel Abstrakteres. Es war ein kurzer Moment. Und eigentlich habe ich danach überhaupt nicht darüber nachgedacht. Ich habe zur Kenntnis genommen, von mir geschoben und vorübergehend vergessen. Bis es mir gerade wieder mit beängstigender Klarheit vor Augen stand.
Es war eine winzige Sekunde. Nicht mehr als ein Wimpernschlag. Ein klitzekleiner Stich. Irgendwie habe ich das gar nicht ganz auf die Reihe gekriegt, was genau das war. Und ich weiß auch nicht ganz, wie ich mich eigentlich gefühlt habe. Es war ein kleiner Funken. Und als mir das vorhin klar wurde, war ich noch viel geschockter. Weil es so im Nachhinein überhaupt keinen Sinn ergibt. Ich fühle mich so gar nicht anders. Und ich weiß nicht, ob das nur Nachhall war oder ob ich mir komische Gedanken machen sollte.

Meine Schwester liegt krank danieder und gebärdet sich als würde sie jeden Moment der Tod holen. Und mal wieder wird nicht registriert, dass ich auch da bin. Es bleibt einfach wenig Licht, wenn der Spot auf die Prinzessin gerichtet ist. Es ist anstrengend so zu tun als würde mir das nichts ausmachen.

Au revoir mes amis...

1 Kommentar:

  1. hhhm...normalerweise sind ja immer die jüngeren Geschwister im Spotlight...mach dir nichts drauß. Mein Scheinwerfer ist immer auf dich gerichtet! Hab dich lieb

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