Samstag, 11. Dezember 2010

Fernwärme

Mein Kopf fühlte sich heute morgen wie in Watte gepackt an.
Ich weiß woran es lag.
Mittlerweile hat sich die Watte gelichtet und eine angenehm gleichgültige Zufriedenheit zurückgelassen. Ich fühle mich gut und habe beim Schrubber schwingen ein bisschen abgedanced und gesungen. War ein filmreifer Auftritt sagt zumindest meine Oma.
Es war ein guter Abend inklusive gebrochener Versprechen und einer ansehnlichen Brandblase, weil das liebe Lottchen nicht genug auf mich aufgepasst hat. Dieser sehr subtil angebrachte Tadel wird hoffentlich nicht allzu ernst genommen. Der Regen auf der Theaterbühne und auf dem Rückweg hat mich seltsam anmutende Gedanken denken lassen.

Worauf ich also kam:
Herz. Das ist alles, was zählt. Herz. Daraus besteht alles und alles besteht darauf. Herz. Das ist alles, was uns im Grunde zusammenhält. Und es kommt nicht auf komische, verdrehte, langatmige Texte an oder auf detailgenaue, tolle Zeichungen an. Es kommt nicht darauf an, ob man unbedingt aller Welt zeigen möchte wie unglaublich kreativ man ist. Demonstration der eigenen Tollheit im alten Sinne des Begriffs, mehr ist es nicht. Talent zeigt sich nicht dadurch, ob man in der Lage ist einen Post online zu stellen. Die wahre Kunst zeigt sich im Verborgenen, hinter verschlossenen Türen, in zerfledderten Notizbüchern, die viel zu schnell voll sind. Was ich sagen möchte ist... Wir werden zur Konkurrenz erzogen. Das liegt unserer Gesellschaft zugrunde. Wir werden zum Vergleichen erzogen. Es ist nur so, dass Kreativität keine Messgröße ist. Kreativität hat keinen gemeinsamen Nenner. Und das, was am Ende zählt ist das Herz. Und Du hast ein riesengroßes.

Solange ich nicht erwarte, dass sich etwas ändert, tut es das ganz von allein. Solange ich nicht mehr Ausschau halte, kommt es irgendwann zielstrebig in meine Sicht. Solange ich die Tragik tragisch sein lasse, wagt das Glück auch mal einen Blick.

Die Anwort:
Das tue ich nicht. Nicht im Geringsten. Es wäre einfach etwas Gutes. Mehr nicht.

Au revoir mes amis...

" Superstition lies in the space between what we can control. Find a penny, pick it up, and all day long you'll have good luck. No one wants to pass up a chance for good luck. But does saying it thirty three times really help? Is anyone really listening? And if no ones listening, why do we bother doing those strange things. We rely on superstitions because we're smart enough to know we don't have all the answers. And that life works in mysterious ways. Don't diss the juju, from wherever it comes. "

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