Montag, 15. November 2010

Luftsprung und Fallgrube

Ein und aus und Tag für Tag und ich liege mal wieder todmüde unter meiner Sternenlichterkette.

Geschichte zurückbekommen. Ergebnis: Sehr gut. Komplett unerwartet. Schürt den Leistungsdruck. Macht mir ein bisschen Angst. Aber damit komme ich klar. Denn Angst...ja Angst ist so eine Sache, die mir irgendwie bekannt vorkommt.
Slumdog Millionaire ist ein übler Film soweit ich das nach den ersten 40 Minuten feststellen kann. Auf eine bestimmte Art und Weise faszinieren mich die Bilder ebenso sehr wie sie mich abstoßen. Abwarten wie sich das morgen entwickelt.
Ich habe in Sport einen großen Kasten halb umgeschmissen. Unter zwei Kastenteilen begraben musste ich erstmal eine Runde lachen. Und merkte dann, dass ich mir doch wehgetan habe. Ist aber halb so wild. Indianer kennen keinen Schmerz! Und Mädchen sowieso nicht.
Wie kommt es eigentlich, dass ich vor Erschöpfung noch nicht zusammengebrochen bin? Vielleicht hält mich mein naiver Glaube an das Gute im Menschen immer noch aufrecht. Oder das winzige Fünkchen Stolz auf mich. Egal was es ist, es wird heute Abend aufgeben müssen oder ich werde den morgigen Tag nicht überstehen. Kennt ihr diese Müdigkeit, die sich anfühlt, wie permanente Schläge auf den Hinterkopf, vorzugsweise durch eine Bratpfanne oder einen ähnlich schweren Gegenstand?!
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Neue Erkenntnisse.
Grundstimmung: Sehr positiv. Ich arbeite daran. Denn mir über Dinge Sorgen zu machen, die morgen oder übermorgen sind, bringt mir im Endeffekt nur eins und zwar noch mehr Sorgen. Die Regenwolke über meinem Kopf mag mich im Moment so gar nicht und ist mehr weiß als grau. Das mit dem Regnen lässt sie also. Nett von ihr finde ich und mache es mir im Trockenen bei guten Gedanken gemütlich.
Meinung: konträr. Neutral bis genervt. Weil das Offensichtliche mal wieder so herzzereißend ignoriert wird. Ich prophezeie hier jetzt mal ein halblautes, trotzdem ausdruckskräftiges und bedeutungsschwangeres "Bis einer weint!". Denn das wird kommen. Der eine oder der andere wird leiden. Nicht Kopf oder Zahl. Kopf oder Herz.
Wahrnehmung: Komische Schwingungen. Irgendetwas ändert sich. Möglich, dass die Kälte keine mehr ist. Oder, dass es mir einfach nicht mehr auffällt. Ich würde mir so wünschen, dass es Tor Nummer eins ist. Die kleine zynische Stimme in meinem Kopf lacht mich aus. Mal mehr und mal weniger.
Erwartung: Dass vielleicht einige meiner Worte ihr Ziel tatsächlich erreichen und nicht auf halbem Weg im Sand verlaufen. Dass es sich vielleicht tatsächlich ändert. Dass die Motivation sich ein angenehmes Plätzchen sucht und ein Weilchen bleibt wo sie ist. Dass schließlich und endlich Einiges wirklich mal gut wird, damit meine dauernden Predigten mal bestätigt werden und ich mich nicht komplett lächerlich mache.

Obwohl es gerade einigermaßen geordnet zugeht, fühle ich mich unglaublich chaotisch. Im positiven Sinne aufgebracht. Ein wandelndes Oxymoron.

Au revoir mes amis..

" Does it feel like I'm in control?"
" Yes."
" Good."
" Are you?"
" Not at all."
" Good."

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