Sinn Sinn Sinn
Fragen und Fragezeichen und keine Antworten.
Business as usual.
Alles hat seinen Sinn. Dinge passieren nicht einfach so. Irgendein höherer Sinn und Zweck steht immer dahinter. In einer bestimmten Ordnung sind alle Ereignisse, Gedanken, Entscheidungen miteinander verknüpft. Dinge passieren wie sie passieren sollen. Da kann man keinen Einfluss drauf nehmen. Und wenn es nicht sein soll, soll es nicht sein. Was nützt da übermenschliche Anstrengung? Das einzige, das vielleicht einen Versuch wert ist: Das große Ganze zu sehen. Den Mikrokosmos hinter sich zu lassen und versuchen den roten Faden zu finden. Das Leben ist eine einzige Suche nach roten Fäden. Ich vergesse viel zu oft, dass nicht alle Menschen in meinem Mikrokosmos leben nur weil ich das gerne so hätte. Natürlich nicht, es ist schließlich meine kleine Welt. Und es gibt einige Menschen, die darin einen Platz haben und andere, die ihn nicht wollen und wieder andere, die keinen finden werden. Der Lauf der Dinge. Ich bin zu müde mir weiter darüber Gedanken zu machen, was möglicherweise irgendwann irgendwie passieren wird. Was wäre wenn hat sowieso nie viel gebracht. Außer Sorgen. Und Angst. Und dieses Gefühl Möglichkeiten zu verpassen. Wenn ich also glaube, dass alles aus einem Grund passiert, dass ich aus einem bestimmten, mir völlig unbekannten Grund, handle wie ich handle und denke wie ich denke und fühle wie ich fühle sollte ich darauf vertrauen, dass sich nicht alles vollkommen ändert, wenn ich für den Moment loslasse. Wenn ich mal Pause mache.
Was passieren soll wird passieren, zwangsläufig, unabwendbar. Und wenn das nicht der Fall ist, denn einige Dinge sollen nicht sein und werden nicht sein, dann ist das so. Auch darauf sollte ich vertrauen.
Ich frage mich, ob das jedem so geht. Dass man an einem bestimmten Punkt seines Lebens ebenjenem misstraut. Nicht mehr darauf vertraut, dass irgendwie alles wieder gut wird. Zu glauben beginnt, dass sowieso nichts je gut war und auch nichts mehr gut wird. Dass die Welt und das Leben als solches schlecht sind. Wenn das so ist, wann sind wir alle solche Zyniker geworden?
Ich bin nicht sicher, was genau sich wirklich verändert hat. Wenn man vom Offensichtlichen mal absieht, von der Tatsache, dass einige Menschen nicht mehr zu meinem Leben gehören, dafür andere, wichtige dazu, was ist anders?
Ich kann das nicht sagen. Es fühlt sich anders an. Ich fühle mich anders. In der letzten Zeit bin ich oft vor Wände gelaufen. Ich konnte nicht ausweichen, die Wand ebenso wenig. Konfrontation. Resignation. Es fühlt sich anders an. Und selbst wenn sich nichts sichtbar verändert hat ist das doch bemerkenswert. Finde ich. Wenn ich mich anders, besser fühle ohne bestimmten Grund ist das nicht weniger gut. Dinge ändern sich. Und manchmal auch nicht. Jetzt gerade ist es mir egal.
Morgen wird mein Zimmer gestürmt. Ich habe extra aufgeräumt. Gestern. Das bedeutet...es sieht praktisch nicht mehr aufgeräumt aus. Nicht weiter schlimm. Die zwei sind ja Chaos gewohnt. Das wird gut. Oh ja oh ja...
Gestern habe ich den Abend mit meinen Eltern verbracht. In der Woche Urlaub habe ich gemerkt, dass es nicht schlimm ist, wenn ich eine gute Beziehung zu meinen Eltern habe. Dafür sollte ich dankbar sein. Dass das meistens so problemlos läuft. Mittlerweile weiß ich die Art von Humor, die meine Eltern favorisieren wirklich zu schätzen. Das Lachen strapaziert zeitweilig meine Bauchmuskeln. Und wenn sie nerven und das tun sie, ehrlich, dann ist das ok. Meistens und wenn nicht kann man sich auch wunderbar mit den beiden streiten.
Mein Buch entwickelt sich weiter. Ich habe mal ganz galant im Urlaub das gesamte Konzept inklusive Personenkonstellation über den Haufen geworfen. Es zeigt sich, dass das gut war. Jetzt läuft es. Und ich hoffe, dass das so bleibt. Wenn nicht...Paris Hiltons neue beste Freundin kann ich ja immer noch werden. Oder eine schrullige Philosophiestudentin ohne Motivation und mit einem Faible für bunte Wollpullover.
Und dann gibt es ein, zwei Dinge, die ich grade nicht verstehe und die mich stören. Unhöflichkeiten. Menschen vergessen sehr schnell, das ist mir aufgefallen. Woran liegt das?
Morgen Mädelstag. Freitag gehts mir meinen Eltern ins Kino und Essen. Der Donnerstag steht noch in Diskurs. Wir werden sehen...
Au revoir mes amis..
100% und dabei.
Wer kann schon von sich sagen:
"Ich bin schwindelfrei"?
Ist da nicht immer noch eine Frage offen, oder - zwei?
Kann es sein?
Muss ich erst artig sein,
damit irgendwo ein Bonbon auf mich wartet?
Kann es sein?
Würdest du artig sein,
weil irgendwo ein Bonbon auf Dich wartet?
Kann es sein?
Wenn irgendwo ein Küsschen auf dich wartet?
Dienstag, 19. Oktober 2010
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sehr interessante Gedanken. Ich weiß nicht, ob sich das jeder irgendwann mal fragt, aber wer weiß, vielleicht wird das ja morgen mal ein Thema zum rumschwadronieren....oder eben auch nicht. Man wird sehen. Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf morgen!
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