Donnerstag, 21. Oktober 2010

Kunststück

Schwer.
Und leicht.
Gegensätze müssen sich nicht unbedingt ausschließen.

Gestern.
Ein schöner Nachmittag. Gefreut darüber die Beiden wiederzusehen. Über die Muffins. Das Lachen. Über tiefgründige Gedanken. Und das ganz kleine bisschen Melancholie. Das ganz schnell verflogen ist.
Es gibt Momente, die ganz einfach sind. In denen man mal sagen kann, was alles so passiert ist. Was man von einigen Dingen wirklich hält. Ehrliche Momente. Schubladendenken. Dieses Wort wird so oft gebraucht. Und hat schon soviel von seiner Bedeutung verloren. Es heißt Menschen zu kategorisieren, nach bestimmten Mustern oder Eigenschaften einteilen. Erstmal ist das nicht schlimm. Erstmal ist das ganz normal und wir alle tun das. Einteilen und einordnen, weil es den Umgang mit bestimmten Menschen einfacher macht, wenn man sie einer bestimmten Gruppe zuordnen kann. Der fade Beigeschmack: Jemanden, obwohl man diesen Menschen besser kennenlernt, anders kennenlernt, in dieser Schublade belassen. Ihn weiterhin auf das reduzieren, was man anfänglich zum einordnen brauchte. Auf eine Eigenart, Tätigkeit, einen Charakterzug zu reduzieren. Es macht Menschen zu Teilen. Sie bestehen nicht mehr aus vielen verschiedenen Dingen. Sie werden durch die Schublade charakterisiert.
Menschen ändern sich. Wie oft ich das in der letzten Zeit gesagt habe weiß ich nicht mehr. Ich habe aufgehört zu zählen. Menschen ändern sich und wenn das so ist was bringen dann noch Schubladen?
Menschen ändern sich und Gefühle auch. Das sollte man nicht vergessen. Und das sage ich. Ich setze mich hier aufs hohe Ross. Denke ich in Schubladen? Keine Ahnung. Vermutlich schon. Wie jeder Mensch. Aber wenn ihr mich fragt ist jeder Mensch wie alle anderen und auf seine Weise ganz anders. In irgendeiner Hinsicht gleichen wir uns alles und sei es nur die Tatsache, dass wir alle Menschen sind. Charakterzüge, Eigenschaften, das alles wiederholt sich irgendwann, es sind wiederkehrende Muster. Nur die einen einzelnen Menschen ausmachende Kombination, das ist einzigartig. Auf diese Weise unterscheiden wir uns von anderen. Was bringen da Schubladen? Was einen Menschen wirklich ausmacht entdeckt man erst, wenn man sich nah genug mit ihm beschäftigt. Schubladendenker tun das selten. Sobald man eine Bindung zu einer bestimmten Person hat sind Schubladen vollkommener Unsinn. Finde ich.

Ich fand den Tag toll. Alles. Ich sollte mein Wissen über kranke youtube Videos ausbauen. Und mich nicht mehr über riesenhafte Hagelkörner wundern. Aber ich weiß, dass die Zwei verstehen, was ich sage. Und ich verstehe, was sie sagen. Das ist ein schönes Gefühl. Man kann sich darauf verlassen. Ein Sicherheitsnetz.

Gleich werde ich mal hören, was in der einen Woche, die ich ohne Zugang zu neuartigen Kommunikationstechniken verbracht habe, verpasst habe. Vermutlich eine ganze Menge Unnötiges, im Grund nicht allzu viel. Und es ist so schönes Wetter. Das macht mich glücklich...

Au revoir mes amis..

"Stuff your eyes with wonder, live as if you’d drop dead in ten seconds. See the world. It’s more fantastic than any dream made or paid for in factories."

1 Kommentar:

  1. Hach, das nenne ich doch mal eine schöne Schublade. =)
    Du hast auch eine: Jacky. Und in ganz kleiner Schrift steht dort drunter gekritzelt "Schakweline". Aber nur in ganz ganz kleiner Schrift. Hab Dich Lieb =)

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