Freitag, 20. August 2010

Für mich. Mit Kirschen..

Sonderbarer Tag.
'Sag niemals nie' steht jetzt in flammender Schrift hinter meinen Augenlidern.
Der Gedanken daran, an all das Verpasste, wenn ich diesen Satz nicht zu meinem ständigen Begleiter gemacht hätte...verheerend.

Spontan sein. Ich mag Spontanität als Eigenschaft und bin doch höchst selten spontan. Aber es gibt Dinge, die man sein kann. Und Dinge, die man sein will. Ich will also spontan sein. Kann ich es auch?
Nichtige kleine Probleme, die ich versuche zu lösen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Fragen für mich aber etwas Wichtiges sind, etwas, das mich bei genauerem Hinsehen absolut umhaut, weil es unbeschreiblich weitreichend ist in seiner Nichtigkeit. Obwohl Nichtigkeit als solches es ja schon wieder nicht trifft. Es sind minimalistische Probleme und ich meine damit, dass sie minimal in ihrer Wichtigkeit sind. Nicht dringend und nicht allesverändernd. Und doch sind es Dinge, die mich beschäftigen. Luxusprobleme, sagt die graue Masse.

Sonderbar ist ein schönes Wort.
Und es beschreibt so gut wie der Tag gestern war.
Entgegen meiner Prinzipien bin ich gestern früh aufgestanden. Früh ist hier eine Uhrzeit bevor die Sonne im Zenit steht. Zenit ist auch wieder so ein schönes Wort, aber ich schweife ab.
Ich habe aufgeräumt und Staub gesaugt und gebügelt und dabei lauthals gesungen. Am Anfang schrecklich schief und mit der Zeit wurde es besser. Ich habe nie behauptet die beste Sängerin der Welt zu sein, aber - und AnKa wird es bestätigen - Spaß am Singen hatte ich schon als ich noch klein, blond und dick war. Zeiten ändern sich und mein großer Auftritt mündete gestern darin, dass ich vor Lachen auf dem Boden lag. Wohlgemerkt in einer vollkommen ausgestorbenen Wohnung. Und wenn ich das jetzt noch mal lese ist es ein klein wenig beängstigender als vorher. Meine MaMa war dankbar, dass ich ihr Arbeit abnehme und hat mir zum Dank ein Teigerzeugnis vom Bäcker unseres Vertrauens mitgebracht. O-Ton meine Mutter: " Für dich. Mit Kirschen. Weil ich ja weiß, dass du Pflaumen nicht magst." Küsschen auf die Wange und schon war sie entschwunden und hat bis vier Uhr selig geschlummert. Fand ich schon süß.
Den Nachmittag bei Hitze und Bewegung und komischen Gesprächen verbracht.
Kein Abend mit meiner Schwester und das hat mich ein bisschen traurig gemacht.
Mein ganz persönliches Highlight:
Mein grandioser Nachhausesprint in alles durchdringender Dunkelheit, vorbei an zwielichtigen Gestalten und meine Haare danach, weil sie nicht zu allen Seiten abstanden. An dieser Stelle möchte ich einen Gruß an die Coiffeurin meines Herzens entsenden!

Heute wird meine Jutta-Oma besucht. Und schließlich geht es höchstwahrhscheinlich in eine weitere Runde Plauderei. Schön schön...

Und ich vermisse ein bisschen dieses Gefühl, dieses kitschige, hollywoodmäßige, Groschenromanbeschriebene Glück. Ganz kurz gestern, ganz kurz war es da und dann auch schon wieder weg. Schade oder auch nicht...Ich bin zufrieden.

Au revoir mes amis..

The Killers - Sweet Talk

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