Und eigentlich ist alles was man sagen kann, dass es eine Weile lang weh tun wird.
Dass es eine Weile lang nicht weggehen wird, das Gefühl dauernd weinen zu müssen.
Aber auch, dass es sich mit der Zeit ganz langsam auflösen wird bis es irgendwann nicht mehr ist, als die leise Erinnerung an irgendetwas.
Es war schön.
Ein schöner Tag, ein schöner Abend.
Unnötig Geld für pinke, mädchenhafte, kindische Hello Kitty Sachen ausgegeben. Die Einpack-Tuse bei DM bewundert und ein bisschen ausgelacht. Innerlich meine ich. Karten und Küsschen verteilt. Verständnislos scheinbar unwichtigen, nichtssagenden, mich nervenden Gesprächseinwürfen gelauscht. Natürlich die Eifersucht hach hach. H&M frequentiert. Fehlendes Taktgefühl bewiesen. Durch die Massen gequetscht. Vor der Happy-Hour-Bar- Tür ein bisschen Aufbauhilfe geleistet. Cocktails getrunken und die Jugend verführt. Irgendwo auf die Straße gesetzt. Gelacht. Geredet. Noch mehr gelacht. Die Outfits komischer Menschen bewundert. Und mal wieder ausgelacht. Dicht gedrängt direkt vor der Bühne gestanden, kleine Mädchen mit Ohrschutz hinter uns, mitgewogt, mitgesungen trotz Textschwäche, den barfüßigen Bassisten bewundert. U-Bahn gefahren. Im Auto überwiegend schweigend aus dem Fenster gestarrt. Zuhaus wieder gelacht und dann die Große in den Urlaub verabschiedet. Sie heute morgen beim Frühstück schon ein bisschen vermisst.
Gedanken, die mir gestern Nacht kamen:
- unbeantwortete Kurznachrichten geben mir immer das Gefühl innere Monologe zu führen. Weswegen ich den Kraftaufwand dahingehend nächstens minimieren werde. Heißt: Ich lass es einfach. Im Ernst jetzt...
- Die Anzahl meiner Ausfälle, sowohl physisch wie auch mental und emotional, ist in den letzten Wochen ihrem vorläufigen Hochpunkt entgegen geklettert.
- Unsicherheit in dieser und jener Hinsicht ist sehr zermürbend.
- Ich würde gerne in die Köpfe bestimmter Menschen schauen können. Nicht immer, aber ab und an. Da das aber eine utopische Vorstellung ist starte ich hiermit den Aufruf doch bitte einfach mal auszusprechen, was gerade gedacht oder gefühlt wird.
- Zufrieden zu sein ist nicht ausschließlich ein Zustand abhängig von äußeren Umständen, sondern fast vollständig auf der eigenen Grundeinstellung beruhend.
- Das grundlegende Problem mit Gefühlen ist, dass man sie, wenn man erstmal über sie geredet und ihnen damit Existenzberechtigung eingeräumt hat, viel schlechter ignorieren kann.
- Ich habe ein vollkommen irreales und diffuses Bedürfnis nach Kiwis, was mich schon gleich wieder ein bisschen verrückter aussehen lässt.
- Mir Gedanken darüber zu machen, was andere Individuen von meinen Entscheidungen, meinen Worten, meinem Verhalten denken könnten ist müßig und hält mich schlussendlich bloß davon ab das zu tun, was ich gerne tun möchte.
Das alles ist in ungefähr 7 Minuten in einer irren Geschwindigkeit durch meinen Kopf geflogen. Aber und das war das Gute daran..einmal gedacht wars dann auch ok. Danach konnte ich einigermaßen ruhig und natürlich in der allseits beliebten Fötus-Haltung einschlafen.
Ich muss noch eine Sache mit euch teilen. Nämlich meine Theorie zu Subkulturen.
Diese Theorie habe ich gestern beim Genuss eines Tequila Sunrise und auf dem Boden neben der Ringbühne sitzend im Gespräch mit AnKa entwickelt und ausgesprochen. Instabile Persönlichkeiten, die in irgendeiner Art und Weise unzufrieden und unglücklich mit sich, ihrem Aussehen, ihrer Persönlichkeit, kurz: ihrem Leben sind und beim Versuch scheitern ihre Probleme mit sich selbst lösen zu können, wenden sich an einem gewissen Punkt irgendeiner komischen Subkultur zu, die ihnen die Möglichkeit bietet ihr Verhalten gegenüber anderen und ihr Geltungsbedürfnis eben genau durch die zur Subkultur gehörenden Werte, Vorstellungen und Gebräuche zu rechfertigen.
So. Alle, die anderer Meinung sind dürfen das gerne sein. Falls sie mich jedoch von ihrer Meinung zu überzeugen ersuchen, dann sollten sie sich auf eine alles erschütternde Niederlage gefasst machen. Ich bin höchst intolerant und habe grundsätzlich immer Recht. Ich lasse keinerlei Widerspruch zu. Ich bin unumschränkte Herrscherin über die Erde....ach nein. Doch nicht.
Gleich darf ich das allererste Mal unser Auto fahren. Um bei Tante Bärbel im Garten zu grillen. AnKa, ich grüß sie von dir! Dann gehts nachher noch Madsen zujubeln und Cocktail schlürfen...
Au revoir mes amis...
"Give me something to dream
Give me half of your bitterest pill
Something from under the surface
You actually feel
We say these words again and again
But they still sound the same
It was in your eyes, in your eyes
They were just easy lies."
Sonntag, 18. Juli 2010
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Es ist teilweise interessant was du schreibst. Du startest einen Aufruf, dass jeder ausprechen soll, was er grade denkt oder fühlt? Naja, wenn ich das jetzt täte wärst du ja trotzdem nicht schlauer - du hörst ja nicht was ich sage. Wie dem auch sei, wenn du mich mal wieder reden hören willst...wird dir schon was einfallen, wie du mich nicht erreichen kannst.
AntwortenLöschenNochmals schöne Ferien und schönen Urlaub.
Es ist interessant was du über Subkulturen denkst. Und wenn du wissen willst was ich darüber denke, dann sage ich dir, dass das absoluter Scheiß ist! :-)
AntwortenLöschenMan "flüchtet" sich nicht in eine Subkultur. Und wenn es nichts anderes als "flüchten" sein sollte, so hat man das Prinzip der jeweiligen Gruppe nicht verstanden. Jede Gruppe vertritt eine Meinung und steht für ein bestimmtes Prinzip. Man nimmt teil, weil einem die einstellung gefällt. Jetzt denk mal an die ökos. Ich denke, da flüchtet sich niemand rein. Emo hingegen ist Komerz-kacke :-D