Dienstag, 29. Juni 2010

Kopf oder Zahl

Ein Tag.
Ein abgelehntes Angebot, eine zurückgewiesene Hand.
Ich habe sie ausgestreckt. Ich bin sicher diese Geste wurde registriert. Und abgelehnt, wie gesagt.
Ich habe es versucht. Ich habe es versucht und raus kam eine Pause zwischen Wutanfall und Heulkrampf und einmal mehr dem Gefühl nichts zu verstehen.
Dann etwas erfahren was mir ohne zu übertreiben das Herz gebrochen hat. Lügen und Frontenbildung, das sind Sachen über die ich unter normalen Umständen wahrscheinlich gerade eben noch hinweg sehen könnte. Normale Umstände...sind es nicht. Und darüber hinweg sehen...kann ich nicht.

Ein gebrochenes Versprechen.
Leere Worte. In euren Augen.
In diesem Moment, dieser einen Sekunde, ich wollte und habe das ernst gemeint. Glaubt mir natürlich niemand. Ich meinte, was ich sagte. Dinge ändern sich. Selbst in so kurzer Zeit...ja die Dinge verändern sich einfach und ich habe mich dafür entschieden mein Versprechen zu brechen.Gefühle ändern sich auch und dann. Es hat sich gezeigt, dass ich meinen Gefühlen einfach nachgegeben habe. Ist vermutlich die falsche Entscheidung gewesen oder auch nicht, aber das ist jetzt auch egal. Das ist anscheinend eine Sache über die ihr nicht hinweg sehen könnt.

Und Fakt ist ..ich vermisse meine beste Freundin. Jetzt schon nach knapp 3 Tagen des Schweigens. Deswegen habe ich die Hand ausgestreckt und sie weggeschlagen gesehen. Das Gespräch in der Pause war klärend. Zitternd zwar, weil ich nicht unbedingt ausrasten wollte, aber es hat mir die Erkenntnis gebracht, dass ich einfach mal stehen bleibe und durchatme. Ich werde nicht noch einen Versuch unternehmen. Eine weggeschlagene Hand reicht mir. Und ich sollte es wirklich weiter versuchen, aber würde das wirklich was bringen? Ganz übetrieben gesagt...ich habe eine Übermacht gegen mich. Vorwürfe, eine ganze Wand daraus. Riesighoch. Blaue Flecken vom Klettern habe ich genug.

War das vorauszusehen?
dDass das irgendwann kippt? Dass mein innerer Zwiespalt und das daurnde Hin-und Hergerissensein früher oder später zu sowas führen? Eigentlich gebe ich keinem die Schuld. Eigentlich glaube ich immer noch, dass sich sowas einfach verselbstständigt. Dass man da in gewisser Weise keinen Einfluss drauf hat.

Und ja. Es wird sich erstmal nicht ändern, denn ich vermisse sie weiter. Ich vermisse ihre Art und einfach die Möglichkeit mir ihr zu reden. Vielleicht tun wir das zu wenig. Über unsere Gefühle, das, was uns wirklich bewegt. Vielleicht wäre...aber das ist wieder müßig. Was wäre wenn hilft nicht weiter. Was mich davon abhält auf sie zuzurennen und einfach in den Arm zu nehmen, gemeinsam zu weinen und es wieder gut zu machen, ist, dass ich es so oft war, die diese Freundschaft retten musste. So oft war ich die, die zum Telefon gegriffen hat, die ihren Stolz überwunden und sich dafür entschuldigt hat, menschlich zu sein. Fehlerhaft und unzureichend. Selbst wenn ich es manchmal nicht war. Ich weiß nicht, ob ich das dieses Mal noch kann, noch will. Ich weiß nicht, ob das dieses Mal noch etwas bringen würde.
Und bis ich das nicht weiß...schwanke ich weiter zwischen wütend und weinend und manchmal..wenn mich die, die mir noch bleiben ablenken, dann kann ich sogar lächeln. Zumindest ein bisschen.

1 Kommentar:

  1. Ich habe es nur aus dem Augenwinkel gesehen. Ich habe es nicht realisiert, weil ich es nicht glauben wollte, das du wieder mit mir reden würdest.
    Ich konnte es mir nicht vorstellen das du wieder was mit mir zu tun haben willst.

    Ich dachte du hättest mich abgeschrieben und deswegen wollte ich in diese Geste nicht zuviel reininterpretieren.

    Ich kann einfach nicht mehr.. Ich bin total traurig usw.

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