Aus dem Urlaub wiedergekehrt. Gemerkt, dass einige Dinge sich nie, andere sich dafür aber sehr schnell ändern.
Momente, die ich gerne streichen würde. Gefühle, die wahrscheinlich besser ungefühlt geblieben wären. Aber was solls? Für meine Erwartungen kann ja niemand was. Ach doch...ich. Sein eigener Teufel zu sein ist gelinde gesagt mies. Vollkommen destruktiv möchte man gar sagen. Und deprimierend. Zu erkennen, dass der Schatten, der dich verfolgt letztendlich du ganz allein bist. Ich mache mir schon wieder viel zu viele viel zu tiefsinnige Gedanken.
Ich halte mich über Wasser. Mit Aktivität. Bloß nicht allein sein und bloß nicht darüber nachdenken, dass ich eigentlich das Gefühl habe, dass die Wände meiner Welt wanken und einreißen. Es ist nicht die Zukunftsangst, es ist die Vorahnung, dass ich demnächst ein paar wirklich wichtige Entscheidungen zu treffen habe. Lebensplanerisch sowohl äußerlich als auch inhaltlich. Was will sie damit wieder sagen?
Folgendes: Es stellen sich gewisse Fragen. Was möchte ich mit meinem Leben machen? Wie gestalte ich es so, dass ich mich komplett wohl und gefordert fühle? Wie zur Hölle macht man das überhaupt? Wann hört das endlich auf weh zu tun, dieses verdammte Erwachsenwerden?
Das sind relativ grundsätzliche Dinge, über die ich mir Gedanken mache. Und dann gibt es andere Fragen, die ungleich drängender sind. Durch Dinge, die in letzter Zeit passiert oder auch nicht passiert sind, habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht langsam Zeit wird in meinem Leben ein paar Abstriche zu machen. Im personellen Bereich. Soll heißen, dass ich gerade überlege, ob ich einige Menschen wirklich noch in meinem Leben haben möchte. Ob ich sie brauche. Ob ich auf sie verzichten kann oder nicht.
Es sind Überlegungen, die mich ein bisschen traurig machen. Vielleicht sollte ich besser melancholisch sagen. Mir fiel auf, dass es in einigen wenigen Beziehungen dauerhafte Achterbahnfahrten gibt. Die mich teilweise und regelmäßig verrückt machen. Ich habe meine Erinnerungensalben durchgesehen und mir wurde klar, dass das einfach daran liegt, dass sie nicht auf Augenhöhe stattfinden. Es ist mies. Es fühlt sich zumindest so an. Und ich habe im Moment keine Energie dafür übrig, mir darüber ständig Gedanken zu machen. Klar, weil es scheiße weh tut. Weil man doch zumindest ein bisschen Bemühung erwarten kann. Offensichtlich nicht. Offenbar ist das ein bisschen viel verlangt. Verstehe. Momente, in denen ich Fazit ziehe.
Momente, die mich bisher ein einziges Mal zum Weinen gebracht haben. Zu bemerken, dass man weniger gewollt wird als gedacht, das ist ein richtig mieses Gefühl.
Ich habe beschlossen, dass ich mich so nicht fühlen möchte. Also setze ich Haken. Unter Namen und Gesichter. Und vergrabe mich in meinen schwachen Momenten in der leisen Hoffnung, dass ich es doch nicht muss. Dass sich das vielleicht doch noch ändert mit der Augenhöhe.
Es ist so. Einige Dinge ändern sich. Und andere eben nicht. Da hat man keinen Einfluss drauf. Was schade ist, aber ganz einfach der Lauf der Dinge und der Lauf des Lebens.
Es ist so, dass uns das manchmal zu Entscheidungen zwingt, die wir nicht treffen wollen. Entscheidungen, die wir vielleicht weder treffen können noch sollten. Die wir letztendlich aber trotzdem treffen. Entscheidungen, die vielleicht am Ende nicht die besten, nicht die heldenhaftesten, vielleicht die dümmeren sind. Die schließlich und endlich aber definieren zu welcher Sorte Mensch wir gehören. Die schlussendlich manchmal eine Entscheidung für uns selbst sind. Ein bisschen Egoismus. Nicht mehr. Eher weniger.
Merkt man, dass es mir gut geht? Ich hoffe. Ich bin ein bisschen zufriedener als vorher. Auch wenns ein bisschen mehr weh tut. Immer mal wieder.
Au revoir mes amis...
Donnerstag, 3. November 2011
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"Die schlussendlich manchmal eine Entscheidung für uns selbst sind. Ein bisschen Egoismus. Nicht mehr. Eher weniger." - Ja, sowas ist auch mal wichtig. An sich selbst denken, manchmal einfach mal nein sagen können und auch dürfen.
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