Nein. Ich habe gerade gar keine Lust auf große Worte, aber mein Kopf nimmt es mir übel, wenn ich nicht spreche und quillt deshalb über. Großer, wunderbarer Nebeneffekt sind Kopfschmerzen. Und extrem miese Laune. Die wahrscheinlich aber eher Ursache ist als Konsequenz.
Was ich also mache, ist folgendes: Im Bett liegen, Blink 182 hören und innerlich ein bisschen rumschreien. Achso...das habe ich heute in real ja auch schon gemacht. Weil meine sonst so zuckersüße Mama dann gar nicht mehr so zuckersüß war. Ich verstehe das, was sie stört irgendwo schon. Aber ich bin alt genug meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Besonders im Bezug auf das Geld, das ich schließlich verdiene und nicht sie. Im Großen und Ganzen macht sie sich wohl einfach nur Sorgen, weil ich so selten länger als 5 Minuten zuhaus bin. Sie sagt, ich bräuchte auch mal eine Pause.
Ich brauche ganz sicher eine Pause. Keine große, einfach eine tiefe Pause. Falls das irgendwie Sinn ergibt.
Ein bisschen mehr Platz in meinem Kopf wäre auch toll. Und irgendwem zum Anlehnen für den Moment. Weil einige Dinge für mich grade zu schwer sind. Und ja, schwer im eigentlichen Sinne des Wortes.
Hinzukommt, dass ich immer mal wieder riesengroße Panik habe, vor dem was kommt. Zukunftsangst. Weil ich nicht mal den Hauch einer Ahnung habe, wo alles hingehen soll. Wo ich eigentlich hinwill. Und ich dachte immer mit 18 kommt irgendwann der Moment, in dem einem plötzlich alles klar wird. Dass es auf einmal keine offenen Fragen mehr gibt. Dass man einfach gar keine Fragen mehr hat, die es sich zu stellen lohnen würde.
Pustekuchen. Ich darf das sagen, weil ich ja jetzt schon ein Weilchen 18 bin. Keine Ahnung. Das ist das einzige, was ich mit Sicherheit sagen kann. Kein Erleuchtungsmoment. Kein Aha- Augenblick. Einfach nur Chaos. Meistens (und meistens heißt immer) Chaos.
Noch 3 1/2 Wochen Ferien und ich habe jetzt schon Lagerkoller. Ich muss raus raus raus. Aber ich darf ja irgendwie nicht. Oder so: Ich darf, aber die versteckte oder manchmal ganz offensichtliche Missbilligung meiner Eltern ist schwierig zu ertragen. Weil sie nicht wirklich verstehen, was bei mir grade los ist. Weil sie immer mal wieder vergessen, dass auch sie mal jung waren. Jung und orientierungslos. Mein Motto.
Ich kriege das bestimmt irgendwie hin. Da bin ich sicher und trotzdem nehme ich mir das jetzt gerade selbst nicht wirklich ab. Es wird alles irgendwie. Und wenn nicht, hoffe ich einfach, dass ich ganz weit weg bin und es nicht mitbekomme.
Au revoir mes amis...
Mittwoch, 10. August 2011
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