Chaos. Ist normalerweise meine Ordnung. Je mehr Chaos, desto wohler fühle ich mich. Normalerweise. In letzter Zeit habe ich ein gesteigertes Bedürfnis nach Ordnung. Klaren Linien genauso wie klaren Worten.
Der Einfachheit halber. Ich merke: Chaos ist einfach zu kompliziert. Schön, bunt und niemals langweilig. Auf Dauer aber viel zu schwer zu überblicken. Und wenn ich dann mal einen Gedanken suche, finde ich alles andere, nur nicht das, was ich finden möchte. Auf dem Weg zur Antwort komme ich an viel zu viel vorbei an das ich nicht denken möchte. Erinnerungen, die ziemlich schön sind und sich plötzlich nur noch mit diesem netten Beigefühl melden, das mich traurig macht.
Orientierungslos. In meinem Chaos. Wenig Wegweiser. Während ich das schreibe läuft Futurama. Irgendjemand telefoniert. Morgen ist frei und ich weiß jetzt, dass ich heute Nacht nicht schlafen werde. Ich hatte gestern kurzzeitig extrem miese Laune aus demselben Grund. Meine Gedanken wollen mich nicht in Ruhe lassen. Und vielleicht hat das einen bestimmten Grund. Den ich natürlich bis jetzt nur noch nicht erkannt habe.
Einiges geht zu schnell. Zu viel auf einmal. Zu viel, das alles bedacht werden will. Einiges geht zu langsam. Anderes geht gar nicht. Trotzdem ist es alles merkwürdig ruhig. Ausgeglichen. Es ist ausgeglichen schnell und langsam. Hach hach. Es könnte alles soviel schlimmer sein. Die Sache ist die, zufrieden ist man doch nie wirklich lang oder?
Vielleicht habe ich heute auch einfach meinen melancholischen Tag. Einen von der Sorte, dass es auf und ab geht. Ich ein bisschen weinen möchte. Es nicht tue, weil ich das Gefühl nicht mag. Mich besser fühle, wenn ich Schokolade esse. Wenn ich trotzdem Witze mache. Und irgendwann einfach froh bin nicht lächeln und reden zu müssen.
Vielleicht ist es wieder die Schwangerschaft. Der Hormonsturm. Man weiß es nicht.
Ich versuche einfach ein bisschen aufzuräumen. Die letzten Monate ein bisschen abzuhaken. Einzuordnen, was jetzt gerade so abgeht. Dafür, dass ich einfach ein bisschen verwirrt bin, kann man mich schließlich nicht verurteilen. Und dann höre ich ich solle mir Zeit lassen, vielleicht wird es ja wieder. Ich lasse mir Zeit, aber werden wird da nichts. Denke ich. Vermute ich. Irgendwie weiß ich das schon.
Das Wochenende wird bei meiner allerliebsten Tante im schönen Rees verbracht. Große Geburtstagsparty und mein Auftritt als Schnapshexe. Wirklich wahr, es wird ein Highlight. Sonntag wird zurückgekehrt.
Mal sehen wie die nächste Woche wird. Wie die Freitagsarbeit unter neuen Kollegen so läuft.
Ganz manchmal glaube ich, dass das schon so sein muss. Das Leben als kleines Geheimnis und großes Abendteuer. Wie in den Märchen, wie in den Disneyfilmen. Und am Ende....wird natürlich alles gut.
Au revoir...
Mittwoch, 22. Juni 2011
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen