Ich weiß es nicht. Was? Gute Frage.
Ich bin momentan die Inkarnation der Ahnungslosigkeit. Ich weiß einfach nicht.
Nichts.
Und auch auf so beständige Dinge wie meine Biologienote kann man sich nicht mehr verlassen. Und da grade alles so anders geht als gewohnt, sitze ich rum und gewöhne mich nicht an die gähnende Leere in meinem Kopf. Komplette Ahnungslosigkeit. Alles, was mein Kopf in solchen Momenten noch zustande bringt, sind gutturale Laute. Die ausgesprochen, mal so nebenbei bemerkt, extrem komisch klingen.
Und ich verstehe es schon. Irgendwo in den unendlichen Weiten meines Verstandes hat sich für dieses Gefühl eine Erklärung gefunden. Das winzige Problem an der Sache ist, dass ich die Erklärung noch nicht so ganz begriffen habe. Immer wenn ich denke ich habs gleich, ist die große Erkenntnis schon wieder meterweit weg.
Und ich weiß nicht, was es ist.
Und der Zustand fühlt sich auf fremde Weise beängstigend vertraut vor. Ich kann nicht sagen, was mich mehr verwirrt.
Mein Herz schlägt einfach ein bisschen außer Rhytmus gerade. Vielleicht ist das normal. Vielleicht muss das so sein. Und ich hüte mich jetzt mal davor sowas theatralisches wie "Takt der Veränderung" zu sagen, aber genau das war das erste, das mir in den Sinn kam. Vielleicht ist das alles Teil eines größeren Plans oder ich bin in einer seltsamen Phase des Umbruchs.
Ich war schon öfter ein unfertiges Puzzle. Möglicherweise sind die Teile dieses Mal einfach ein bisschen durcheinanderer.
Ich höre komische Musik, die mich seltsam glücklich macht und esse Brot mit Frischkäse und Tomate. Meine Nase kribbelt. Und mittlerweile glaube ich, dass irgendwas ganz und gar nicht stimmt, weil ich dauernd Hunger habe und meine Handtemperatur im Plusbereich liegt.
Ist das so normal? Und jetzt grade wo ich die Frage stelle, fällt mir die Antwort ein. Natürlich.
Undsoweiter undsofort. Was es eigentlich die ganze Zeit über war. Kristallklar.
Spruch des Tages: "Wie kann man bei all der Intelligenz so unglaublich blöd sein?" Schulterzucken. Ein nervöses Lachen. Was soll ich darauf noch antworten?
Der Wald und die Bäume. Ein altes Lied.
Unter all dem Chaos und dem Stummbleiben ist da aber immer noch dieses Gefühl. Hartnäckig. Und die Frage, warum ich neben all den tollen Sachen in den Schaufenstern immer noch bloß Kinderriegel esse, kann ich beruhigt und trotzig mit einem "Weil ich will." beantworten.
Au revoir mes amis...
Dienstag, 17. Mai 2011
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