Donnerstag, 17. März 2011

Access denied

Ich habe unglaublichen Durst, liege aber grad viel zu bequem auf meinem Bett, um jetzt aufzustehen und mir was zu holen. Es war ein antrengender Tag. Komisch. Mit einem Hauch niederschlagender Traurigkeit, die sich immer mal wieder findet. Da ich weiß woran das liegt, ist es weit weniger schlimm.
Englisch und Deutsch Klausur hinter mich gebracht. Ein leidlich gutes Gefühl hängt nach. Vielleicht habe ich einfach mal komplett daneben gehauen. Obwohl...eigentlich glaube ich das nicht. Mathe mal wieder nicht vollkommen begriffen. Und irgendwo in dieser verdrehten Welt gibt es bestimmt eine Person, die das 27.000mal besser erklären könnte als der verrückte Professor. Literatur dafür verflucht, dass ich bis Dienstag gefühlte dreißig Seiten Text lernen darf. Und Geschichte lernen. Und topfit sein. Und gut aussehen. Und.... Pflichten einer "Perfektionistin". Wurde mir letztens zumindest attestiert. Letztens war letzte Woche Donnerstag. Facharbeit endlich abgegeben und abgehakt. Dabei ist ein massiver Gebirgszug von meinem Herzen gefallen. Hatte nicht gedacht, dass mich das so angespannt hatte.
Morgen wird fein ausgeschlafen. Das ist bitter bitter nötig. Weil ich entweder merkwürdig real-absurde Träume habe, die meine sehnlichsten Wünsche ausdrücken. Oder aber von meinen aufpeitschenden Gefühlen wachgehalten werde. Oder so müde bin, dass ich wie eine Tote schlafe und morgens noch müder bin.

Vorhin den zwei Süßen bei der Facharbeit auf die Finger bzw. auf die Grammatik geguckt. Gestempelt. Und einen Haken druntergesetzt. Dafür Küsschen und ein Piccolöchen bekommen. Über die wahre wahre einzig wahre undsoweiter gesprochen (hätte ich Liebe gesagt, oh graus, wäre das ja romantisch gewesen). Mal wieder Kopfschütteln geerntet. Zustimmendes Kopfschütteln. Ich verstehe es ja auch nicht. Und da war es dann wieder, das kleine böse Funkeln in meinen Augen.
In der Pause von herzzerreißend herausfordernden Blicken verfolgt worden. In diesen Sekunden musste ich einen akuten hysterischen Lachanfall und einen ausgewachsenen Wutausbruch unterdrücken.
Was ich dazu sagen muss: Herzchen, das Talent dich und alles wofür du lebst in Grund und Boden zu argumentieren. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Oder doch: Lächerlich. Nicht mein erster, aber mein zweiter Gedanke. Beschreibt das Ganze nahezu perfekt.

Und dann wundere ich mich doch über sowas und frage mich, hach, wann ist das denn ein Wettkampf geworden? Mal ganz abgesehen davon, dass ich, um bei der Sportmetapher zu bleiben, nichtmal teilnehmen würde. Zuviel Einsatz, zu wenig Gewinn. Wo habe ich das nur schonmal gehört? Es ändert sich nicht. Mittlerweile gewöhne ich mich an das Gefühl, das es hinterlässt. Es wird zur Routine. Und das ist das eigentlich Traurige dabei. Ein ziemlich kreisrunder Kreis und ein ziemlich eckiges Loch. Ich trete freiwillig einen Schritt zurück und überlasse das Feld. Keine weiße Fahne. Einfach ein glatter Schnitt.

Den Abend verbringe ich mit Fast-Food und untoppen Topmodels. Rundherum perfekt für meine jetzige Stimmung ( düster, ein bisschen regenwolkig, aber im Grunde noch im guten Bereich). So ganz tief sinkt das alles nicht mehr.

Au revoir...

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