Gerade heimgekehrt. Durch Wind und gelegentliches Tröpfeln gestiefelt und dabei das miese Wetter verflucht. Aber ich habe es überlebt. Das ist die Hauptsache.
Mittlerweile habe ich mich in meinem wärmsten Klamotten unter meine Decke geschmissen, weil mir so unglaublich kalt ist.
Bis gerade bei meiner Oma gewesen. Tee getrunken. Den Zwillingen bei den Hausaufgaben geholfen. Hach, die dritte Klasse war noch einfach. Da haben Hausaufgaben noch Sinn und Zweck gehabt.
Den Schock des Tages erlitten als meine Cousine plötzlich mit einem an sie adressierten Liebesbrief vor meiner Nase herumwedelte. Dieses entzückende Schriftstück gelesen und beinahe geplatzt, weil es so unglaublich zuckersüß und niedlich war. Obwohl der mir unbekannte neunjährige Veilchen mit F geschrieben hat. Trotzdem beeindruckend. Er hat sogar ein Bildchen drunter gemalt. Und einen Glitzersticker aufgeklebt. Meine Cousine nahm mir den Brief ab mit den Worten: " Echt peinlich oder?". Da war es Zeit für eine kleine, weise Belehrung von meiner Seite. Da nimmt dieser kleine Kerl all seinen Mut zusammen und schreibt seine Gefühle nieder, um sich mitzuteilen und alles was meiner Cousine einfällt ist eine Abfuhr. Ich war bestürzt. Zugegeben, der Brief war vielleicht ein bisschen kitschig, aber hach...der arme Kleine. Ich habe die leise Hoffnung, dass er sich von diesem Korb vielleicht nicht vollends verschrecken lässt. Schließlich meiner Cousine erklärt, dass sie nächstens einfach nur ein bisschen höflicher sein sollte. Dafür ein Küsschen bekommen. Kinder sind ja schon süß manchmal.
In den Bus gestiegen und gedacht, dass ich sehr viel Glück habe, dass Schalke nicht zu Hause spielt. Trotzdem dem ein oder anderen Hardcore-Fan über den Weg gelaufen. Mal wieder nette Busgespräche geführt. Der Typ sah zwar ein bisschen nach Nazi aus, schien aber doch einigermaßen freundlich zu sein. Es wundert mich nur, dass diese Menschen immer mich ansprechen. Vielleicht zieht meine unheimliche Aura einfach zu sehr in den Bann. Oder aber meine in offensichtlicher Abwehr überkreuzten Arme werden missinterpretiert.
Ich fühle mich müde. Mein Kopf schmerzt und mein Hals auch. Dazu kommen diverse Bisswunden auf meiner Kopfhaut, weil die Beste in Bio ihre Liebe bewiesen hat. Apropos...ein wunderprächtiges Referat gehalten. Ich hatte zwar nicht den leisesten Schimmer, was das nun mit Löwen zu tun hat, aber ich habe zumindest etwas für mein weiteres Leben gelernt. Toll oder?!
Ich werde meinen Freitagabend damit verbringen mein einsames tragischtrauriges Leben zu zelebrieren bei Kinderschokolade und Efiie Briest.
Au revoir mes amis...
Freitag, 4. Februar 2011
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Ich kann nunmal nicht anders. Das solltest du solangsam auch mal wissen.
AntwortenLöschenUnd das mit den Löwen war wichtig!