Donnerstag, 9. Dezember 2010

Waldorfweihnachtslicht

Ich sitze hier so im Dämmerlicht, mit dem Laptop auf dem Schoß. Der Boden ist ein bisschen unbequem, aber anders geht es nicht. Wir haben durch einen akuten Steckdosenmangel, der auf einen Mangel an Verlängerungskabel zurückzuführen ist, einen akuten Mangel an Lichtquellen.
Es ist ein bisschen schwer zu erklären. Der Punkt ist, dass ich zwar die Deckenbeleuchtung anmachen könnte, aber keinerlei Lust verspüre mich von vier Glühbirnen anleuchten zu lassen. Ist mir zu hell. Da ich eigentlich Edward Cullen bin, habe ich es nicht sooo mit Licht.

Heute 4 Stunden lang sämtliches Wissen aus mir heraus geschrieben. Kinder angeschrien. Ein bisschen gelacht. Den Nachmittag bei Latte Macchiato und meinem Lieblingsbuch verbracht.

Unterschiedliche Seiten und verschiedene Teile ergeben schließlich das große Ganze. Ein Bild, dass mir nicht bekannt vorkommt. Und dann stellt sich die existentielle Frage: Wer bin ich? Und natürlich finde ich keine Antwort. So tragisch ist das nicht, aber wenn man alleine in der Kälte steht, die Hände in den Taschen vergraben und den Kopf unter der Kapuze versteckt, dann ist das leicht beängstigend. Was ich nicht weiß kann ich nicht vergessen. Aber ich sollte doch zumindest eine Ahnung haben.
Sind das schon wieder Gedanken, die mich nur unglücklich machen? Keine Ahnung..ich sitze hier nur rum und trinke meinen Tee. Ich möchte eigentlich nur mal wieder so lange schlafen, dass ich nicht mehr müde bin. Einen Sonntag nur im Schlafanzug verbringen. Kekse backen und Weihnachtslieder von Rolf Zukowski hören. Spazieren gehen und nicht durch die Kälte rennen.
Aber das hat alles Zeit und vor allem seine. Die Welt geht nicht unter, wenn man einen schlechten Tag hat. Auch nicht, wenn man eine Reihe schlechter Tage hat. Übrigens gehört Müdigkeit zum Leben. Und manchmal reicht es zu wissen, dass positives Denken davon abhält Menschen böse Dinge anzutun. Mir reicht es.
Deswegen habe ich die Betreuungskinder nur ein wenig angeschrien. Und mit meinem Chemielehrer darüber gelacht, dass ich komplett überfordert war. Es gibt Momente im Leben, die einem Rätsel aufgeben. Worte, die man nicht hören möchte. Ich schweife ab, kann das sein?! Irgendwie hat das alles irgendwo Sinn. Zumindest hoffe ich das. Denn wenn nicht wäre ich ein klein wenig verloren.

Au revoir mes amis...

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