Samstag, 18. September 2010

FreudesFreude

Wochenende.
Und Stille.
Wunderherrlich.

Gestern war ich mit dem Rotschopf im Kino. Resident Evil gucken. Und Zombies. Und obwohl ich zeitweilig etwas schreckhaft war fand ich den Film genial. Blödsinnig, absurd, absolut realitätsfern, aber genial. Ich konnte abschalten. So ganz. Einfach nichts-denkend einem blutigen Gemetzel zusehen. Obwohl mir zwischendurch ja echt die Romantik gefehlt hat. Die alle Widrigkeiten überstehende Liebesgeschichte. Ich war enttäuscht, dass Hollywood diese durch viele herzerweichend schlechte Witze ersetzt hat. Hatte ich schon gesagt, dass ich diesen Film genial fand?
Über dem mitternächtlichen Fernsehprogramm und einem Salbeitee bin ich eingeschlafen.

Ich bin froh, dass das Geschenk der Besten gefallen hat. Inklusive Tierporno und Geheimbotschaften. Das war mein teuflischer Plan. Wie gut, dass einige Pläne auch tatsächlich zu funktionieren schein.

Den Tag habe ich mit meinen Eltern und der Queen verbracht. Das Referat ist endlich fertig und ich auch. Mit den Nerven. Ich habe die leise Befürchtung, dass ich Lizzies Biographie nie wieder vergessen werde. Hat sich unauslöschlich in mein Gehirn gebrannt. Ich hoffe, dass sich die Vielarbeit gelohnt hat. Ich bin doch jetzt ehrgeizig. Das will befriedigt werden.
Und dann war ich gerade ein bisschen Frischluft tanken und kam an einer altbekannten Wiese oder Lichtung oder wie auch immer man das nennt vorbei. Einige Plötzlichflashbacks später war es weg. Dieses komische erdrückende Gefühl in der Herzgegend, dass mich immer mal wieder ein bisschen melancholisch werden ließ. Erleichternd war es nicht unbedingt. Irgendwie hatte ich mich schon dran gewöhnt auf ewig ein bisschen verunfallt zu sein. Es ist keine großartige Veränderung. Es hilft nur dabei ein bisschen mehr gerade zu rücken. Das Bild ist wieder ein bisschen kompletter.
Normalen Menschen fällt sowas nicht auf oder? Normale Menschen denke über sowas nicht nach oder?
Das ist so komisch. Manchmal passe ich rein und manchmal nicht. Einige Momente bin ich komplett massentauglich und einige nicht. Hin und Her. Sollte ich zu meinem Lebensmotto machen. Potential hat es.
Sovieles hat Potential. Zumindest sehe ich das so. Sovieles könnte mehr als das sein was es ist. Es ist wirklich schade, dass da soviel unversucht bleibt. No risk, no fun ist nich unbedingt das, was ich damit meine, aber es geht in die richtige Richtung. Ich finde, dass man für einige Dinge einfach mal den Versuch wagen sollte. Dass es vielleicht gut wird, wenn man mal ein wenig mutig ist. Das kommt von mir. Ich bin nicht feige, aber ich würde auch nicht sagen, dass ich wirklich mutig bin. Ich wäre es gerne. Erste Schritte sind bloß nicht meins.

Wochenenden fördern immer das lange Vergrabene zu Tage. Ist aber nicht schlimm. Meine Gedanken gehen im Moment in keine bestimmte Richtung. Es sind neutrale Abstandsgedanken.
Und Distanz scheint doch auch Thema zu sein. Ich muss mich ab und an zwingen zu Einigem die nötige Distanz zu halten. Solange das klappt muss ich mir keine Sorgen machen. Solange ich noch auf die panisch schreiende Stimme in meinem Kopf höre ist die Welt in Ordnung.

Ich brauche gerade gar nichts mehr als diese Ruhe. Um mich rum und irgendwie auch in mir drin. das ist schön. Ich brauche keine Daueraction und Parties, wenn man das denn so nennen kann, waren in der letzten Zeit nicht unbedingt das, was man weithin als Vergnügen bezeichnet. Ich bin 17, ich sollte hier nicht sitzen und darüber schreiben, dass ich keine Lust auf feiern habe. Vermutlich sollte ich auf 12cm-Absätzen vor dem Spiegel stehen mit einem Glas Sekt oder vorzugsweise einer Flasche Tequila in der Hand. Morgen ist auch noch ein Tag. Ich habe noch massig Zeit. Finde ich. Und wenn mich das langweilig und uninteressant macht soll es so sein. Ich weiß es ja besser.
Zumindest die geziemende Arroganz hält sich immer aufrecht.

Ein Abend mit DVD und ohne Stress und jegliche Dramatik. Ein Fest.

Au revoir mes amis...

Amy Winehouse - You sent me flying

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