Samstag, 3. Juli 2010

Großmütterchen

Es ist warm.
Ein warmes Wochenende.
Ich fühle mich ein bisschen erschlagen von der Hitze. Gut aber auch unendlich müde.
Gestern habe ich keine Zeit zum bloggen gefunden. Ich musste ja mal wieder bei meiner Jutta- Oma vorbeischauen. Der zweite Besuch diese Woche und die zweite Grunddurchleuchtung meiner Seele. Hat Spaß gemacht. Einfach, weil das alles im Nachhinein soviel absurder ist und genauso klingt. Wir haben resumiert, dass es eine gute Woche war. Anstrengend und schwierig, aber schön. Dass manche Dinge zwar Überwindung kosten, es sich aber meistens lohnt über seinen Schatten zu springen und einfach das zu tun, was man tun möchte. Zurückhaltung ist gut und schön, hilft aber bei den wichtigen, bedeutenden Dingen nicht unbedingt weiter. Es gibt einfach Dinge und Menschen, die es wert sind, dass man etwas für sie riskiert. In sie investiert. Mutig ist das und anstrengend, manchmal wirklich ernüchternd, wenn es nicht gleich auf Anhieb Veränderung bringt. Sowas braucht aber Zeit und Geduld und vor allem Mühe. Bemühung. Natürlich...wenn es aussichtslos ist. Das ist eine andere Sache. Da hilft Kämpfen nicht mehr. Bloß..solange noch die geringste Chance besteht sollte man nicht einfach so aufgeben. Finde ich. Und findet meine Jutta-Oma.

Ich weiß. Schon wieder viel zu tiefsinnige, hobbypsychologische Gedanken. Wie mir auffiel macht mir das erhebliche Freude. Über solchen Unsinn nachzudenken, zu philosophieren. Manchmal dumme oder weniger dumme Ratschläge zu erteilen. Das hilft mir zwar nur bedingt weiter, denn mein Leben nach meinen eigenen Ratschlägen zu leben kriege ich nicht wirklich auf die Reihe. Das ist aber auch nicht schlimm. Ich bin gerade fast zufrieden, so wie es ist. Es ist noch nicht alles so wie ich es gerne hätte, und ich glaube das ist auch wieder so eine chancenlose Geschichte. Auch das ist nicht schlimm. Über das Streben nach dem Besten hatte ich ja schon geschrieben. Ich sehe mich also hier einfach als Opfer der modernen Gesellschaft. Oh nein....ich habe mich gerade selbst als Mitglied der Masse, als höchst unindividuell beschimpft. Pfui...geht ja mal gar nicht.

Die Hitze bewirkt, dass ich mich endlich mal wieder ganz wie ich selbst fühle. Ich entdecke nach und nach wieder Eigenarten, die für eine Zeit lang komplett brach lagen. Und ich meine die guten und die schlechten. Bespielsweise die Angewohnheit mein Zeug in der kompletten Wohnung zu verteilen. Bin ich in letzter Zeit gar nicht zu gekommen. Ich war fast ordentlich. Wie gesagt ich entdecke diesen Hang zum Chaos wieder. Ich lese wieder. Habe ich auch über längere Zeit nicht regelmäßig gemacht. Und diese letzten Wochen, in denen ich irgendwie wieder ich geworden bin, hatte ich bitter nötig. Das klingt auch schon wieder nach Hobbypsychologin. Soll es ruhig, denn dass ich amtlich einen an der Klatsche habe, hach das wusste ich vorher. Und nein, ich denke eigentlich bin ich vollkommen normal. Verwirrt und regelmäßig ein bisschen überfordert. Vielleicht etwas überdurchschnittlich nachdenklich und reflektierend, aber auch nicht sehr. Besonders, aber auch im Rahmen liegend. Verschobene Selbstwahrnehmung, und auch das in gesundem Maße. Nicht mehr als andere auch. Ich bezeichne mich hier dauernd als massenkonform. Ist ja schlimm. Das muss sofort aufhören.
Ich bin natürlich total anders als der Rest der Welt, keiner versteht mich und deshalb bin ich auch dauernd depressiv und komisch. Dem wäre dann auch Genüge getan.

Ich glaube, einzigartig ist jeder. Auf ganz individuelle Weise, klar. Aber es gibt natürlich auch eine gewisse Schnittmenge mit der restlichen Weltbevölkerung. Eigenschaften, Charakterzüge, die man kennt, die häufig sind, die keine vollkommenen Unikate sind. Das bleibt nicht aus, das ist überhaupt unmöglich. Das widerspricht sich aber auch nicht. Es ist wie das meiste einfach zweiseitig. Normal und außergewöhnlich. Gleich und verschieden.
Es ist möglich, dass ich da unter logischen Gesichtspunkten vollkommen Unrecht habe. Das stört mich nicht, denn es ist meine Meinung. Subjektiv. Mein Blog.

Ich sollte mich wirklich mit leichteren Themen beschäftigen. Fußball bespielsweise. Gucke ich heute nicht. Oder vielleicht doch, auf jeden Fall aber nicht außerhalb meiner vier Wände. Habe ich heute nicht das Bedürfnis nach. Nachher gehts wieder auf zum Entspannen. Mit den Mädels. Uns dünkt es wird ein erfreulicher und angenehmer Tag.

Genießt die Sonne!
Au revoir mes amis..

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